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Withings

Viel Bewegung trotz Lockdown Studie bestätigt Lauf-Boom durch Corona

Die Corona-Krise hat uns weiterhin fest im Griff. Doch die Ausgangsbeschränkungen wirken sich bei vielen von uns positiv auf die Gesundheit aus.

Man könnte vermuten, dass unser Bewegungsverhalten derzeit unter der Corona-Krise leidet. Doch neueste Studien zeigen: Das ist nicht der Fall. Das Unternehmen Withings (u.a. Hersteller von Fitnesstrackern) hat die Daten seiner über 200.000 deutschen Nutzer analysiert. Keineswegs sind die Deutschen in einen Zustand der Bequemlichkeit verfallen.

Beliebtheit von Laufen gestiegen

Im Gegenteil: Die Laufstrecken sind voller als vorher und immer mehr Menschen finden Gefallen an diesem Sport. Aus den anonymisiert gesammelten Daten des Unternehmens geht hervor, dass die Beliebtheit des Laufens um ganze 50 Prozent gestiegen ist.

Andere Aktivitäten sind ebenfalls im Trend: Seit der Corona-Krise und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen fahren die Deutschen mehr als doppelt so häufig Fahrrad als in den Monaten zuvor. Auch Wandern ist doppelt so beliebt, gefolgt von Yoga mit 25 Prozent.

Garmin kommt zu einem ähnlichen Ergebnis

Zwar geht die Bewegung im Alltag sichtbar zurück – die Schritte aus aufgezeichneten Aktivitäten sind dagegen deutlich angestiegen. So hat die Lauf-Aktivität von Garmin-Nutzern beispielsweise um ganze 75 Prozent zugelegt, normales Radfahren sogar um 87 Prozent. Auffällig hoch sind auch die Zahlen von Fitness-Home-Workouts. Das Indoor-Cardio-Training taucht aufgrund der Schließungen von Fitnessstudios in den Statistiken kaum noch auf, ebenso das Bahnenschwimmen.

Deutschland im globalen Vergleich vorne

Global betrachtet ist Deutschland damit im Vergleich zu anderen Ländern weit vorne. Vermutlich hängt das mit den nicht ganz so strengen Ausgangsbeschränkungen zusammen. In einigen Regionen Chinas ist dagegen die Schrittzahl um 56 Prozent gefallen, in Spanien um 41 Prozent, gefolgt von Italien (28 Prozent).

Entgegen der befürchteten Homeoffice-Kilos haben Nutzer von Withings-Geräten im Schnitt nur 188 Gramm zugenommen. 40 Prozent der Deutschen haben seit Beginn der Corona-Maßnahmen Ende März allerdings 500 Gramm oder mehr auf den Rippen.

Auch beim Schlafverhalten gibt es Differenzen: Withings-Nutzer in Deutschland gehen früher ins Bett, schlafen im Schnitt lediglich acht Minuten länger als gewöhnlich und stehen zur selben Zeit auf. Nutzer im Ausland hingegen bleiben im Durchschnitt 20 Minuten länger im Bett bleiben und stehen später auf.

Ausgangsbeschränkungen gut für unsere Gesundheit

Auch unsere Gesundheit profitiert von der momentanen Situation: Durch die Schließung von Lokalen, Bars und Clubs hat sich die Uhrzeit, zu der Nutzer am Wochenende und an Werktagen ins Bett gehen, nahezu angeglichen. Genauso verhält es sich mit der Herzfrequenz: Während vor dem Lockdown die durchschnittliche Herzfrequenz an Wochenenden leichte Ausschläge nach oben aufwies (höchstwahrscheinlich aufgrund erhöhten Alkoholkonsums), flachte die Kurve in Deutschland und allen anderen europäischen Ländern ab.

Wir verbringen momentan zwar mehr Zeit zuhause, sind aber dennoch aktiver als vorher. Besonders der Laufsport profitiert so von den Corona-Maßnahmen.

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