Die besten Wintermützen fürs Laufen Hersteller

Wintermützen für das Laufen

Laufmützen im Test Die besten Wintermützen fürs Laufen

Unter einer guten Laufmütze ist Ihr Kopf warm, aber nie nassgeschwitzt. Wir zeigen, worauf es beim Kauf ankommt und haben aktuellen Mützen für Läuferinnen und Läufer getestet.

Der alte Mythos, dass der Körper am Kopf die meiste Wärme verliert, ist aus heutiger Sicht widerlegt. Dennoch ist es an kalten Tagen wichtig, den Kopf vor dem Auskühlen zu schützen. Die Auswahl an Mützen, die sich dafür eignen, ist groß. Wir haben aktuelle Modelle getestet und verraten, worauf es beim Kauf ankommt.

Vorab unsere Favoriten, die uns beim Testen besonders überzeugt haben:

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Mütze achten

  • Atmungsaktivität: Da der Kopf beim Laufen viel Feuchtigkeit abgibt, sollten Sie darauf achten, dass die Mütze atmungsaktiv ist und die Feuchtigkeit gut nach außen transportiert. So können Sie vermeiden, unter der Mütze einen nassen Kopf zu bekommen.
  • Passform: Die Mütze sollte eng am Kopf anliegen, ohne dabei einzuengen. Achten Sie auch auf den Tragekomfort an den Ohren.
  • Windfestigkeit: Im Winter sollte man mit jedem Wetter rechnen. Besonders hilfreich ist es, wenn Ihre Mütze kalte Böen abhält und von innen warm bleibt.
  • Sicherheit im Dunkeln: Wenn Sie häufiger im Dunkeln im Straßenverkehr laufen, eignen sich Mützen in grellen Farben oder mit reflektierenden Elementen. So können Autofahrer Sie besser und früher erkennen.
  • Mützentyp: Wenn Sie die Mütze aber auch unter der Kapuze einer Winterjacke tragen möchten, eignet sich ein dünneres Modell, das enger am Kopf liegt. Das gilt auch, falls Sie die Mütze bei Regenwetter mit einer Schirmmütze kombinieren möchten, um zum Beispiel als Brillenträger Regentropfen auf den Brillengläsern zu vermeiden.
  • Stirnbänder als Alternative: Wenn Sie unter Mützen schnell schwitzen, aber wegen kalter Ohren nicht auf eine Kopfbedeckung verzichten wollen, sind Stirnbänder eine gute Alternative. Auch für Menschen mit langen Haaren, die ihren Zopf beim Laufen nicht immer unter die Mütze stopfen wollen, sind Stirnbänder praktisch.

Die aktuellen Modelle im Test

Arc'teryx Word Head Toque

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Ein schlicht-elegantes, richtig warmes Woll-Beanie, das allerdings einen großen, eingestrickten Arc’teryx-Schriftzug trägt. Wenn der einen stört, braucht man sie theoretisch nur umzukrempeln. Dann ist sie einfarbig. Natürlich sollte man vorher das Wasch-Etikett heraustrennen. Der feine, relativ dünne Wollstrick ist zweilagig verarbeitet, wodurch die Mütze schön warm ist. Ein extra Nylon-Anteil sorgt für einen angenehm weichen Griff. Ein wenig Elasthan erhöht die Elastizität des Woll-/Polyacryl-Gemischs.

Punkte-Wertung:
Tragekomfort: 9 Punkte
Funktionalität: 8 Punkte

Material: 50 % Polyacryl, 45 % Wolle, 4 % Nylon, 1 % Elasthan
Passform: Einheitsgröße, angenehmer Sitz, ausreichend elastisch
Nachhaltigkeit: mäßig (hoher Kunststoffanteil)
UVP: 35 Euro

Bergans Fine Knit Beanie

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Eine ganz schlichte, warme Wollmütze im klassischen Seemannsstil mit eingerolltem Rand und aufgenähtem Logoschild, das sich bei Bedarf leicht abtrennen ließe. Die doppellagige Mütze ist ziemlich kurz und knapp geschnitten. Daher sitzt sie bei normaler bis großer Kopfgröße relativ hoch auf dem Kopf und lässt sich nicht ganz über die Ohren ziehen.

Das Garn besteht zu 60 Prozent aus Wolle und zu 40 Prozent aus Tencel, einer ähnlich wie Lyocell oder Viskose aus Holz gewonnenen Cellulose-Faser. Es fasst sich gut an, gar nicht künstlich-flauschig, und hat einen angenehm natürlichen Wollgeruch, auch nach dem Sport. Wegen der recht hohen Wärmeleistung nur für kalte Tage geeignet. Die Mütze ist allerdings nicht winddicht.

Punkte-Wertung
Tragekomfort: 9 Punkte
Funktionalität: 8 Punkte

Größe: Einheitsgröße; etwas kurz geschnitten
Material: 60 % Wolle, 40 % Tencel
Nachhaltigkeit: vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt
UVP: 40 Euro

Buff Solid Merino Lightweight Mütze

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Eine schlichte, ausgesprochen leichte und dünne Wollmütze aus reiner Merinowolle. Der Stoff ist mit nur 125 Gramm pro Quadratmeter g/m² dünner als viele Wollshirts. Der untere Rand ist dafür auf Stirnbandbreite gedoppelt, damit die Ohren nicht frieren. Der superfeine Wollstrick ist von sich aus sehr elastisch und sorgt für festen, aber nicht unangenehm engen Sitz. Der Stoff wird durch Schwitzen zwar feucht, bleibt dabei aber gut belüftet und trocknet deshalb zügig wieder. Vor allem verliert er Wolle-typisch auch im feuchten Zustand nicht an Wärmeleistung und fängt im Gegensatz zu den meisten Funktionsmaterialien aus Kunststoff nicht an zu müffeln. Die ideale Mütze, die man für den Notfall immer dabei haben kann. Für wirklich kalte Wintertage ist sie einigen Läuferinnen und Läufern aber vielleicht nicht warm genug.

Punkte-Wertung
Tragekomfort: 10 Punkte
Funktionalität: 10 Punkte

Material: 100 % Merinowolle
Größe: Einheitsgröße; kompakt, aber nicht zu kurz und eng geschnitten
Nachhaltigkeit: kein Kunststoff, hergestellt in Europa, Wolle aus artgerechter Tierhaltung – besser geht’s kaum
UVP: 23,95 Euro

Cep Winter Run Beanie

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„Das ist mal eine richtig gelungene Laufmütze“, zeigte sich eine Testerin von der CEP-Mütze begeistert. Verrutschen? Fehlanzeige. Die ausgeklügelte, anatomische Passform sitzt wie angegossen und bedeckt die Ohren. Top. Im Vergleich bringt die Mütze eine mittlere dicke mit, wärmt aber sehr zuverlässig. Schweiß sammelt sich nicht unangenehm, was auch das Auskühlen des Kopfes verhindert. Zusätzliche Reflektoren runden das Gesamtpaket ab. Fazit: Eine rundum empfehlenswerte Mütze.

Material: 95 % Polyester, 5 % Elasthan
Größen: Einheitsgröße
Nachhaltigkeit: Gering
UVP: 25 Euro

Devold Running Beanie

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Wer eine sehr leichte, dünne Mütze sucht, könnte sie gefunden haben. Der Beanie der norwegischen Marke Devold besteht zu 69 Prozent aus Merinowolle, 29 Prozent Tencel und 2 Prozent Polyamide – die Naturfasern machen also 98 Prozent der Mütze aus und bringen auch die gewohnten Eigenschaften mit. Sprich: Die Mütze riecht nicht, auch wenn man sie mehrfach vollgeschwitzt hat. Im Bereich der Ohren ist das Material einerseits dichter gewebt und doppellagig, der obere Teil besteht hingegen aus einer netzartigen Struktur. Im Grunde ist die Mütze ein Stirnband, das oben durch ein Netz abgeschlossen wird. Durch das leicht dehnfähige Material, dürfte die Mütze auf den allermeisten Köpfen gut passen. Der große Markenschriftzug reflektiert das Licht etwa von Auto- oder Fahrradscheinwerfern und erhöht so die Sichtbarkeit im Dunkeln.

Farben: Grau, Blau, Türkis, Pink
Material: 69% Merinowolle, 29% Tencel, 2% Polyamide
Nachhaltigkeit: Gering
UVP: 40 Euro

On Merino Beanie

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Hier bestellen: On Merino Beanie

Eine flauschig-dicke, doppellagige Wollmütze, die tatsächlich zu 100 Prozent aus feinster Merinowolle besteht. Sie ist so lang geschnitten, dass sich auf jeden Fall ein breiter Rand zum Umkrempeln ergibt – oder nach Wunsch ein längeres Beanie-Säckchen. An Stirn und Ohren hat man beim Krempeln also vier Lagen Wollstrick. Das sorgt auch bei Minusgraden für einen warmen Kopf. Umgekehrt wird einem darunter bei höheren Temperaturen entsprechend schnell warm. Dafür ist die Mütze aber erstaunlich leicht. Winddicht ist sie allerdings nicht.

Mit breit gekrempeltem Rand sieht sie aus wie eine nordische Seemannsmütze. Die Wolle ist allerdings deutlich weicher als bei klassischen Hafenarbeiter-Modellen. Wer echte Wolle generell als kratzig empfindet, wird möglicherweise dennoch den heute üblichen Acryl-Flausch vermissen. Unsere Tester hingegen schätzten den eher stumpfen Griff echter Wolle – und vor allem den wunderbar natürlichen Geruch, der auch nach dem Laufen bestehen bleibt und Waschen weitgehend überflüssig macht.

Punkte-Wertung
Tragekomfort: 10 Punkte
Funktionalität: 10 Punkte

Material: 100 % mulesingfreie Bio-Merinowolle
Größe: Einheitsgröße
Nachhaltigkeit: Eine wirklich nachhaltige Mütze, die völlig frei von mineralölbasierten Kunststoff-Fasern ist, produziert in Deutschland
UVP: 49,95 Euro

P.A.C. Merino Beanie

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Hier bestellen: P.A.C. Merino Beanie

Der Beanie von P.A.C. besteht zu 100 Prozent aus feiner Merinowolle und ist zweilagig gefertigt. Im unteren Bereich, wo er am Kopf anliegt, ist er komplett nahtfrei, lediglich an der Spitze gibt es ein paar beidseitig flache Nähte. Der P.A.C. Merino Beanie fühlt sich sehr weich an, trägt sich dank guter Dehnbarkeit äußerst komfortabel und verursacht dank des Verzichts auf Kunstfasern keinerlei statische Aufladung. Die Mütze ist eher dünn, aber dennoch für so viele Wetterlagen geeignet, dass man als Läufer eigentlich keine weitere braucht: An kühlen Frühlings- und Herbsttagen hält sie die Ohren warm, ohne dass man ins Schwitzen kommt.

An eisigen Wintertagen hält sie Wind und Kälte ab und wärmt für den Laufeinsatz absolut ausreichend. Und falls es mal nieselt, punktet das Material Merinowolle mit der tollen Eigenschaft, auch im feuchten Zustand noch zu wärmen. Weitere Pluspunkte sind die lokale Fertigung in Deutschland und die Verwendung ausschließlich Mulesing-freier Merinowolle. Unseren Testern gefiel zudem der lässige Beanie-Look. Wer es minimalistischer mag, greift zum überall eng am Kopf anliegenden P.A.C. Merino Hat oder zum P.A.C. Merino Headband. Farblich passende Schlauchtücher sind ebenfalls im Programm.

Farben: Schwarz, Grau, Dunkelblau-gestreift, Rötlich-Magenta-gestreift
Material: 100 % Merino-Wolle
UVP: 27 Euro

Proviz Reflect360 Explorer Bommelmütze

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Schluss mit langweiligen Mini-Beanies im Badekappen-Stil! Hier kommt die Pudelmütze für Läufer. Die zweilagige Mütze ist außen gröber und innen feiner gestrickt, beides leider aus Kunstfasern. Dafür fühlt sie sich umso flauschiger an. Sehr gut: Außen und am Bommel sind reflektierende Fäden eingezogen, die bei schlechtem Licht für bessere Sichtbarkeit sorgen. Die Mütze ist sehr warm und nicht zu klein oder eng geschnitten, trägt sich dadurch angenehm. Sie trocknet allerdings nicht sehr schnell und wärmt im feuchten oder nassen Zustand nicht so gut wie eine Wollmütze.

Punkte-Wertung
Tragekomfort: 9 Punkte
Funktionalität: 8 Punkte

Material: 65 % Polyacryl, 35 % Polyester
Größe: Einheitsgröße
Nachhaltigkeit: mäßig
UVP: 27,50 Euro

Rockay Beanie

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Die Marke Rockay hat sich die Nachhaltigkeit (engl. „sustainability“) gleich in den Firmen-Slogan geschrieben: „sustainable performance wear“ lautet der. Die gesamte Produktpalette ist laut Hersteller „ethically made in Europe“. Schön! Das Beanie besteht dennoch zu 100 Prozent aus Kunststoff, in diesem Fall Polyester, wovon aber immerhin 77 Prozent recycelt sind, und der Rest sogar aus Kaffeesatz gewonnen wird. Das Garn des Produzenten S.Cafe-hat gleich mehrere faszinierende funktionelle Eigenschaften: Es soll dazu beitragen, dass die Mütze vor UV-Strahlen schützt, schneller trocknet und durch den Sport nicht anfängt zu müffeln. Zusätzlich ist das Garn antimikrobiell mit „Polygiene“ behandelt, um Geruchsbildung einzudämmen.

Wer Wolle nicht mag oder wem sie fürs Laufen zu warm ist, aber trotzdem eine nachhaltige Mütze sucht, findet in diesem leichten, kompakt zusammenknüllbaren Beanie also eine Alternative aus technischem Funktionsmaterial. Das Design ist erfreulich schlicht und trumpft mit der Wende-Möglichkeit: Der Stoff ist außen einfarbig, innen pepita-artig klein-kariert. Der Schnitt ist so lang, dass man die Mütze entweder krempeln kann, wobei die Farbe bzw. das Muster der Innenseite auf dem gedoppelten Rand sichtbar wird, oder man trägt sie im typischen Beanie-Style mit angedeutetem Koala-Beutel im Nacken. Das dehnbare Material fasst sich seidig-weich, aber auch leicht stumpf an – vielleicht nicht jedermanns Sache. Angenehm: Die Mütze „trägt nicht auf“, sprich: Man kann darunter gut eine Brille tragen, ohne dass sie drückt. Vorn gibt es beiderseits ein kleines reflektierendes Logo.

Punkte-Wertung
Tragekomfort: 10 Punkte
Funktionalität: 10 Punkte

Material: 100 Prozent Polyester, davon 77 Prozent recyclet, 23 % aus Kaffeesatz gewonnen
Größe: Einheitsgröße, mittellang geschnitten
Nachhaltigkeit: fair in Europa produziert, größtenteils aus recycelten Materialien.
UVP: 29,95 Euro

UYN Hangout Beanie

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Hier bestellen: UYN Hangout Beanie

Diese Mütze fällt auf. Sie leuchtet in grellen Neonfarben (Magenta oder Cyan; es gibt sie aber auch in Schwarz und Lila) und sorgt dafür, dass man auch bei grauem Wetter oder Schnee schon von Weitem gesehen. In Farbe, Schnitt und Design wirkt sie sehr stylish und allemal modischer als klassische Wollmützen oder Lauf-Beanies. Es ist allerdings die einzige Mütze im Test, die völlig auf Naturmaterialien verzichtet – aber auch die einzige, die es in zwei Größen gibt. Wichtig: beim Kauf beachten! Größe 1 entspricht Größe 54 bis 58, Größe 2 entspricht 59 bis 63.

Das Polyamid-Gewebe mit sehr hohem Elasthan-Anteil ist ausgesprochen elastisch und hat durch eine spezielle Webart mit dreidimensionaler Struktur („Haloflex-Knit-Technologie“) integrierte isolierende Luftkammern und „kanalisierte Innenflächen“, die gleichzeitig wärmen und für Belüftung sorgen sollen. Dadurch wirkt die Mütze zweilagig, obwohl das nur am stirnbandartigen Rand der Fall ist. Der Stoff nimmt Schweiß gut auf, hält den Kopf lange trocken und verhindert einen Hitzestau. Der recht stramme Sitz (je nach Größe; s. oben) hat den Vorteil, dass Brille oder Kopfhörer damit sicher gehalten werden können. Wer Schwierigkeiten mit herausfallenden In Ears hat, braucht nur diese Mütze überzuziehen: Durch die starke Zugkraft des Gewebes bleiben sie, wo sie sind. Der Schnitt ist lang und darauf angelegt, dass der Rand hochgekrempelt wird. Man kann die Mütze aber auch ungekrempelt im Beanie-Style ein Stück nach oben-hinten ziehen und hängen lassen.

Punkte-Wertung
Tragekomfort: 8 Punkte
Funktionalität: 9 Punkte

Material: 72% Polyamid, 28% Elasthan
Größe: 1 (54-58 cm), 2 (59-63 cm)
Nachhaltigkeit: gering
UVP: 29 Euro

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