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Winterjacken im Test

Die besten Winterjacken für Läufer

Bei Frost sollte keine Wärme entweichen. Das gelingt Isolati­ons­jacken durch dickere Materialien und Synthetikfasern.

Für Läufer, die unabhängig von der Witterung sein möchten, ist eine Laufjacke das wichtigste Utensil. Wieso? Eine Jacke schützt den Rumpf mit den lebenswichtigen Organen vor dem Auskühlen. Letztlich geht es bei allen Wetterlagen darum, warm zu bleiben. Denn ein vom Regen durchnässter Körper kühlt schnell aus, da Feuchtigkeit – genau wie Schweiß – Wärme gut leitet. Bei Wind verfliegt die Körperwärme buchstäblich. Und eisige Kälte lässt ohnehin sofort das Blut gefrieren.

Doch so wie Herbst und Winter ein breites meteorologisches Spektrum abdecken, bieten auch die Hersteller von Laufbekleidung ein breites Sortiment darauf abgestimmter Jacken. Meist wird nach Regenjacken, Windjacken und eben den auf den kommenden Seiten vorgestellten Isolationsjacken unterschieden. Die Wahl des zu den eigenen Ansprüchen passenden Modells ist dabei nicht leicht. Beispiel: An einem Herbsttag mit zehn Grad, leichtem Regen, aber stürmischem Wind ist eine Windjacke oft besser geeignet als eine Regenjacke, deren Membran ein Temperaturgefälle benötigt, um „atmungsaktiv“ zu sein. Andererseits könnte Letztere an einem kalten Tag mit Schneeregen gegenüber einer warmen, aber nicht wasserdichten Isolationsjacke die klügere Wahl sein.

Falke Shield Jacke

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Erhältlich bei amazon.de

Teuer, aber gut: Außen schützt ein raschelfreier Polyamid-Mix vor Regen und Wind, das Primaloft-Futter liegt angenehm auf der Haut, und am Kragen sorgt Fleece für Extrawärme und Flauschigkeit. Das Beste aber ist die durchdachte Konstruktion: Das windabweisende Obermaterial sitzt genau an den richtigen Stellen, Innenseite der Arme und Achselbereich bestehen dagegen aus einem dünnen, super-stretchigen Material. Das sorgt für Bewegungsfreiheit und Belüftung. Wer die Jacke in der Freizeit trägt, wird unter den Armen allerdings ab und zu einen Windzug spüren.

Männermodell

Farben: blau, weiß

Größen: S-XXXL

Mizuno Static BT Softshell Hoodie

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Die vielseitigste Jacke im Test“, fasst ein Tester zusammen. So hält das weiche, dehn­fähige Softshell-Material warm, indem es einerseits dick genug ist, um den Körper gut zu isolieren, gleichzeitig aber auch überschüssige Wärme nach außen lässt. Dabei hält die Jacke zuverlässig Wind und eine gewisse Zeit auch Regen ab. Perfekt also für einen normalen Wintertag. Einziges Manko: Die Kapuze fällt tief ins Gesicht und lässt sich nicht regulieren.

Frauenmodell

Farben: schwarz, blau

Größen: XS-XL

Männermodell

Farben: schwarz, türkis

Größen: S-XXL

Pro Touch Bayo ux Jacke

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Beim ersten Anziehen der Pro Touch Bayo ux Jacke fällt sofort auf: sie ist insgesamt ziemlich lang. Das gefiel unseren Testern nicht so gut. Angenehm dagegen ist der am Körper anliegende Schnitt und das elastische Material, das viel Bewegungsfreiheit ermöglicht. Die Innenseite der Jacke fühlt sich weich wie ein Nikki-Stoff an, dazu sorgt die PRIMALOFT®-Wattierung im Frontbereich für ein warmes Gefühl. Trotzdem verspricht das Materialfinish DRY PLUS ECO Atmungsaktivität.

An Oberarmen und Schulter ist ein Muster eingearbeitet, das in der Dunkelheit reflektiert. Zusätzlich reflektieren der Reißverschluss, ein Streifen an der Rückseite und das Pro-Touch-Logo am Arm.

Sollte es während des Laufens zu warm werden, lässt sich die Jacke mit einem Reißverschluss öffnen und anhand eines Druckknopfes in Brusthöhe befestigen, damit sie nicht ganz aufklappt. Bei geschlossenem Reißverschluss sorgt eine Zippergarage dafür, dass dieser nicht am Hals kratzt. In zwei seitlichen Reißverschlusstaschen lassen sich Kleinigkeiten transportieren, eine Öse auf der Innenseite hält das Kopfhörerkabel an seinem Platz.

Kleiner Nachteil: Die Pro Touch Bayo ux Jacke ist weder wasser- noch winddicht und somit nur eine Kältejacke.

Herrenmodell

Farben: schwarz, blau

Größen: S-XXL

Reebok Running Hero Reflektive Jacket

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Das Running Hero Reflektive Jacket von Reebok fällt nicht durch ein aufregendes Muster oder eine grelle Farbe auf, sondern punktet mit klassischer Schlichtheit. Erhältlich ist die Jacke nur in schwarz. Damit aber auch Läufe in der Dunkelheit damit absolviert werden können, besitzt sie am Rücken, am rechten Arm und auf der linken Brust reflektierende Details.

Das ungefütterte Material ist angenehm flexibel und feuchtigkeitsabsorbierend für ein trockenes und kühles Tragegefühl. Zudem dienen Luftlöcher auf der Vorderseite zu Belüftung. Für feuchtes Wetter eignet sich die Laufjacke allerdings nicht: Unsere Testerin ist bei einem ihrer Testläufe in einen Regenschauer geraten und berichtete danach, dass die Jacke sich schnell mit Wasser vollgesogen und dadurch ziemlich schwer geworden sein.

Individuell an den Körper anpassen lässt sich die Jacke durch seitlich im Saum integrierte Zugbänder. An den Bündchen ist auf der Unterseite des Ärmels ein Gummi eingenäht, sodass es hier nicht hineinziehen kann. In zwei Reißverschlusstaschen rechts und links neben dem durchgehenden Reißverschluss können Dinge wie zum Beispiel das Handy zum Laufen mitgenommen werden.

Unsere Testerin empfiehlt die Jacke vor allem für trockene Tage mit Temperaturen im einstelligen Bereich mit einem langärmligen Shirt darunter.

Frauenmodell

Farben: schwarz

Größen: XS-XL

Männermodell

Farben: schwarz

Größen: XS-XXL

Yeti Barra/ Mallow

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Die Yeti Barra (Frauenmodell) und Yeti Mallow (Herrenmodell) Jacken sind für den Hochleistungsbereich konzipiert und reflektieren körpereigene Wärme dank des RedFlex-Gewebes und der Infrarot-Technologie. Somit wärmt sich der Körper beim Warm-up für das Training oder den Wettkampfes etwas schneller auf. Die Frontpartie ist winddicht und der Rest der Jacke in einem elastischen Material.

Auf der Innenseite sind flache Nähte, wodurch die Jacke angenehm zu tragen ist. Ein kleiner Gummizug schließt den Ärmel und den Saum ab. Damit die Hand ein bisschen gewärmt wird, ist ein Daumenloch freigelassen. Zwei verschließbare Taschen seitlich des Front-Reißverschlusses bieten ein wenig Platz für Kleinigkeiten.

Tatsächlich war unsere Testerin auf ihren spätherbstlichen Testläufen überrascht, wie warm die Jacke trotz ihres dünnen Stoffes hält: "Obwohl kaum dicker als ein Longsleeve, trage ich die Barra-Jacke noch bei Temperaturen, die mich sonst zur gut gefütterten Winterjacke greifen lassen würden." Sie ergänzt, dass die Jacke durch ihr geringes Gewicht und den dünnen, äußerst flexiblen Stoff beim Laufen absolut nicht störe. Einzig das gesteppte, winddichte Frontmaterial raschele beim Laufen etwas. Auch intensive Einheiten konnte unsere Testläuferin sich mit der Yeti Barra problemlos absolvieren: "Die Jacke transportiert Schweiß und überschüssige Hitze zuverlässig nach außen." Lediglich für Regen sei die Barra eher nicht geeignet: "Kurze Schauer steckt das Material zwar noch überraschend gut weg, bei ergiebigerem Regen ist man aber schnell nass." Das Fazit unserer Testerin: "Insgesamt eine überzeugende technische Jacke, mit der ich im Winter gerne unterwegs bin."

Frauenmodell

Farben: schwarz

Größen: XS-XXL

Herrenmodell

Farben: schwarz

Größen: S-XXXL

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