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Unsere Tipps fürs Zuhausebleiben Buch-, Film- und Serientipps für Läufer

Die Faszination Laufen ist immer wieder Thema in Büchern und Filmen. Das sind die Favoriten der Redaktion.

Mal ist das Laufen in unseren Buch-, Film- und Serientipps das Hauptthema, mal kommt es nur am Rande vor. Egal – all diese Geschichten haben uns bewegt oder berührt oder einfach nur erfreut. Ihr Lieblingslauffilm oder das Laufbuch, das sie am meisten fasziniert hat, fehlt noch? Schreiben Sie uns gern den Titel mit einer kurzen Begründung an webmaster@runnersworld.de.

Unsere Lieblingsbücher zum Laufen

Im Land des Laufens – Adharanand Finn

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Der Brite Adharanand Finn wollte wissen, warum die kenianischen Läufer so verdammt gut sind. Also zog er mit Frau und Kindern nach Iten, einem Dorf gelegen auf rund 2.400 Meter Höhe. Dort trainierte er für mehrere Monate und kam dem Mythos auf die Schliche. Ohne zu viel zu verraten, gefällt mir besonders gut, dass Adharanand nicht nur beobachtet, sondern selbst Teil der Geschichte ist. Seine Beschreibungen sind so gelungen und tiefgehend, dass ich, als ich selbst nach Iten reiste, das Gefühl hatte, bereits dort gewesen zu sein.
Henning Lenertz

Marathon Woman – Katherine Switzer

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1967 war es Frauen nicht gestattet Marathon zu laufen. Dennoch lief Katherine Switzer mit einer offiziellen Startnummer beim legendären Boston-Marathon mit. Gemeldet hatte sie sich mit ihren Initialen und nicht mit ihrem vollen Namen. Während des Rennens versuchte der Renndirektor sie von der Strecke zu drängen – das Foto dieser Szene ging um die Welt und machte Katherine Switzer zur Vorreiterin des Frauenlaufsports. Das Buch porträtiert eine inspirierende Läuferin und Person, die über Jahrzehnte hinweg viel im Laufsport für Frauen bewegt hat und immer noch bewegt.
Christiane Sake

Die Einsamkeit des Langstreckenläufers – Alan Sillitoe

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„Die Einsamkeit des Langstreckenläufers“ war 1959 Alan Sillitoes erste große Erzählung (Originaltitel: The Loneliness of the Long-Distance runner). Sie wurde durch eine Filmversion von Tony Richardson mit Tom Courtenay in der Hauptrolle 1962 weltbekannt. Das Buch erschien 1967 zum ersten Mal auf Deutsch und wurde auch hierzulande zum Klassiker. „Laufen ist bei uns zu Hause immer großgeschrieben worden, besonders das Weglaufen vor der Polizei“ sagt der junge Colin Smith, der der Protagonist des Buches ist, und der für einen Diebstahl in eine Jugendstrafanstalt geschickt worden ist. In der Ich-Form lässt Sillitoe Cloin erzählen, wie der Direktor der Anstalt sein Lauftalent entdeckt, und will, dass er das Rennen um die Landesmeisterschaft gewinnt. Doch für Colin heißt gewinnen etwas anderes. Er will zwar in der Lage sein, das Rennen als Erster zu beenden, aber er will sich kurz vor dem Ziel von den Gegnern einholen lassen, um dem Direktor zu zeigen, dass er seinen freien Willen nichts und niemandem opfert.
Martin Grüning

Lebenslauf – Dieter Baumann

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Olympiasieger Dieter Baumann habe ich vor knapp fünf Jahren zum erstem Mal getroffen. Ich wusste, dass er irgendwie mal mit Doping in die Schlagzeilen geraten war – Sie erinnern sich an die Zahnpasta-Affäre –, fand ihn aber dennoch durch und durch sympathisch. Nun fielen mir vor wenigen Monaten seine Bücher Ich laufe keinem hinterher und eben Lebenslauf in die Hände. In Letzterem verarbeitet er seinen positiven Dopingbefund und die anschließende Sperre. Wie ein Krimi seziert Dieter die unglaublichen Geschehnisse und gibt einen Einblick in sein Seelenleben. Wirklich: Ich konnte es nicht mehr weglegen – und bin seitdem ein Baumann-Fan.
Henning Lenertz

The Story of the Human Body – Dan Lieberman

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Der Harvard-Professor Dan Lieberman erzählt in diesem Buch in gewisser Weise eine (unsere!) Evolutionsgeschichte und skizziert die Reise, die unser menschlicher Körper im Laufe der Zeit durchlaufen hat. Das ist für uns Läufer interessant, weil es auch darum geht, was etwa anatomisch den aufrechten Gang auszeichnet oder welche Ernährungsgewohnheiten eigentlich in unserer Natur liegen und uns gut mit Energie versorgen. Toll, um mal einen Blick über den alltäglichen Tellerrand des modernen (Stadt-)Menschen zu werfen.
Ela Wildner

Born to Run – Christopher McDougall

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"Mit Born to Run" hat die Barfußlaufbewegung einen echten "Run" erlebt. Der Autor und passionierte Läufer, Christopher McDougall hatte in seiner Läuferkarriere mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Auf einer Reise nach Mexiko stieß er auf ein Volk, den Tarahumara, die in Sandalen und ohne High-Tech-Schuhe ausgestattet lange und weite Strecken liefen. Anders als McDougall litt dieses Volk der Läufer jedoch nicht an laufbedingten Verletzungen. Die Tarahumara portraitiert der Autor in diesem Buch auf inspirierende Art und Weise. Er verbindet hier die natürliche Freude am Laufen der Tarahumara und evolutionsbiologische Erkenntnisse.
Christiane Sake

Laufen – Isabel Bogdan

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Mit ihrem Romandebüt „Der Pfau“ landete die Literaturübersetzerin Isabel Bogdan auf Anhieb einen Bestseller. Anstatt das bewährte Konzept der leichten Komödie zu wiederholen versucht sie mit dem Nachfolger etwas ganz Neues: Auf nur 200 Seiten entwirft sie in „Laufen“ das einfühlsame Porträt einer Frau, die durch den unerwarteten Suizid ihres Lebenspartners völlig aus der Bahn geworfen wurde und anschließend mithilfe des Laufens allmählich wieder Halt im Leben findet. In den Selbstgesprächen, die sie bei ihren Trainingsläufen führt, versucht sie ihren Schmerz und ihre Verzweiflung in Worte zu fassen. Dieser wütende innere Monolog, diese zornige Trauerarbeit, ist mit einem solch herrlich bissigen Humor formuliert, dass man ihr Leiden nachvollziehen kann, ohne dass es einen zu sehr runterzieht. Kurz: „Laufen“ ist ein ebenso bewegendes wie unterhaltsames Buch, mit dem Bogdan beweist, dass sie literarisch weit mehr kann als harmlose Urlaubslektüre.
Heinrich Anders

Unsere Lieblingsfilme zum Laufen

Brittany Runs a Marathon

Brittany Runs a Marathon
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Die Selbstfindungskomödie „Brittany Runs a Marathon“ ist ein echtes Feel-Good-Movie und genau das richtige Mittel gegen den aktuellen Corona-Frust. Brittany ist eine junge, stark übergewichtige New Yorkerin, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Ihre Freundinnen schätzen sie nur als „die lustige Dicke“ mit der man hemmungslos Party machen kann, nehmen ihre Probleme sonst aber nicht wahr. Als sie versucht, von ihrem Arzt ein Aufputschmittel zu bekommen, hält dieser ihr den Spiegel vor und warnt sie vor gravierenden Schäden, sollte sie so weiterleben wie bisher. So entdeckt Brittany das Laufen für sich – erst nur einmal um den Block, dann einmal ums Karree, und schließlich lässt sie sich von einer Nachbarin zu einer Laufgruppe im Park überreden, wo sie neue Freundschaften schließt. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden fasst sie schließlich den Entschluss, im kommenden Jahr den New-York-Marathon zu laufen. Bis es aber dazu kommt, gibt es noch einige Rückschläge für Brittany. Wem das jetzt alles zu vorhersehbar klingt (und auch etwas nach erhobenem Zeigefinger): Die Geschichte ist wirklich ganz herzerfrischend erzählt und die Hauptdarstellerin Jillian Bell haucht ihrer Figur Brittany mit ihrem Mut zur Uneitelkeit und ihrem Humor sehr viel Leben ein.
Stefan Siegl

Forrest Gump

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„Lauf, Forrest, lauf“ hat sich mittlerweile fast schon zum geflügelten Wort entwickelt. Im Gegensatz zur Romanvorlage joggt die Hauptfigur, Forrest Gump, im Film nämlich jahrelang quer durch die USA, was die Gesellschaft regelrecht in Aufruhr versetzt. Zugegeben, das ist nicht die Haupthandlung. Vielmehr geht es in Forrest Gump um einen Menschen, der vielleicht nicht den höchsten IQ hat, aber dennoch eine weite Reise um die Welt macht, in den Krieg zieht, Freunde findet und wieder verliert und nebenbei berühmte Menschen trifft. Beim Laufen aber ist er völlig frei – und obwohl Forrest so anders zu sein scheint als viele andere Menschen, führt der Film doch eindrucksvoll vor Augen, dass das Laufen etwas ist, das uns alle eint. Denn (fast) jeder kann es. Fazit: Einfach und gleichzeitig verrückt, dabei sehr unterhaltsam.* Auch der Soundtrack ist im Übrigen sehr zu empfehlen.
Ela Wildner

Free to run

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Der Schweizer Filmemacher Pierre Morath erzählt die Geschichte des Langstreckenlaufs, wie es von einem Sport für verrückte Männer zur Massenbewegung von Frauen und Männern wurde. Er verfolgt dabei vor allem die Biografien dreier Pioniere des Sports: er beschreibt die Geschichte der Kathrine Switzer, die 1967 als erste Frau den Boston-Marathon mit offizieller Startnummer mitlief, die Geschichte des charismatischen Topläufers Steve Prefontaine, der zum Role Model wurde, aber schon mit 24 Jahren bei einem Autounfall starb, und die Geschichte des Fred Lebow, der den New York-Marathon aus dem Central Park in die Straßen der Megacity brachte und zu einem Massenevent machte. Der Dokumentarfilm lebt von den Archivbildern, von denen viele bis zum Erscheinen des Films noch unveröffentlicht waren, und von den vielen Rückblicken und Erfahrungsberichten diverser Zeitzeugen, die die Geschichte des Freizeitsports Laufens maßgeblich begleitet haben.
Martin Grüning

Sein letztes Rennen

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Paul Averhoff (gespielt von Dieter Hallervorden) und seine Frau Margot mussten ins Altenheim, wo Paul es schon bald nicht mehr mit singen und basteln aushält. Ist das schon das Ende? Für ihn, der als junger Mann Olympisches Gold im Marathon geholt hat? Nein! Er schnappt sich seine alten Laufschuhe und beginnt mit dem Marathontraining. Mit seiner Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Begeisterung steckt er schließlich alle Mitbewohner und Pfleger an, die ihn zunächst für völlig verrückt gehalten hatten. Ein zauberhafter, bewegender Film über das Alter mit Spaßvogel Dieter Hallervorden diesmal als Charakterdarsteller, bei dem man durchaus die ein oder andere Träne verdrücken kann.
Britta Ost

Saint Ralph

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Die Tragikomödie erzählt die Geschichte des 14-jährigen Ralph Walker (gespielt von Adam Butcher), dessen Mutter im Koma liegt. Ralph ist überzeugt, dass nur ein Wunder seine Mutter wieder aufwecken kann. Ralph wird im Internat beim Masturbieren erwischt und muss zur Strafe in der Crosslauf-Mannschaft seiner Schule mittrainieren. Dabei schnappt er auf, dass der Trainer sagt, dass es einem Wunder gleichkäme, wenn ein Jugendlicher den Boston-Marathon gewinnt. Also beginnt er für den 1954er Boston Marathon zu trainieren, um ihn zu gewinnen – obwohl er eigentlich lieber Rauchen oder Mädchen treffen möchte. Tatsächlich erreicht er eine Form, die den Marathonsieg nicht aussichtslos erscheinen lässt – doch der Schuldirektor und auch die Freunde glauben dennoch nicht an ihn. Allen Widrigkeiten zum Trotz, steht Ralph Walker schließlich am Start des Marathons und läuft das Rennen seines Lebens.
Martin Grüning

Unbreakable: The Western States 100

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Unbreakable ist ein Film, den jeder Läufer gesehen haben muss. Wirklich! Die Dokumentation aus dem Jahr 2010 betrachtet vier bis dahin ungeschlagenen Ultraläufer – ja, leider nur Männer –, die beim Western States Endurance Run, dem ältesten und wohl berühmtesten 100-Meilen-Rennen der Welt, zum ersten Mal aufeinandertreffen. Dabei ist es egal, ob man Kilian Jornet, Hal Koerner, Anton Krupicka oder Geoff Roes kennt und ob man selbst Ultraläufer ist oder nicht. Ich garantiere, dass die Faszination ob der Historie und der Brutalität dieses Laufes jeden in seinen Bann zieht. Nachdem ich mir zum ersten, aber nicht einzigen Male die 105 Minuten gegönnt habe, war mir klar, dass ich irgendwann selbst einmal von Squaw Valley nach Auburn laufe werde. Bevor es soweit ist, werde ich den Film sicher noch einige Male anschauen. Gut, dass es ihn gerade kostenfrei bei YouTube (siehe oben) gibt.
Henning Lenertz

Lola rennt

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Manni (Moritz Bleibtreu) arbeitet in Berlin als Kurier für einen Hehler und hat dummerweise den Stoffbeutel mit 100.000 Mark liegen gelassen, den er in 20 Minuten abliefern sollte. Verzweifelt ruft er seine Freundin Lola (Franka Potente) an, die ihm zur Hilfe eilt. 20 Minuten rast sie durch Berlin, um dabei 100.000 Mark zu besorgen und diese Manni zu bringen – und das nicht nur einmal, sondern gleich dreimal, denn die Geschichte wird nacheinander in drei Versionen erzählt, die durch scheinbar kleine unterschiedliche Details zu völlig anderen Wendungen führen. Ein atemberaubender, mitreißender und kurzweiliger Film der Neunziger mit einer fast durchgehend rennenden Franka Potente als Lola.
Britta Ost

Sie haben noch mehr Zeit? Dann ab aufs Sofa damit:

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Atypical

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Sam Gardner, die Hauptfigur der amerikanischen Serie "Atypical", ist 18 Jahre alt und hat eine Autismus-Spektrum-Störung. In der Serie dürfen wir alle Stolpersteine auf seinem Weg in ein selbstständiges Leben und in seine erste Beziehung hautnah miterleben. Seine Schwester Casey, seine Eltern Elsa und Doug, Sams Arbeitskollege Zahid und die Therapeutin helfen ihm dabei, sind aber auch alle wunderbar gezeichnete Charaktere mit unterschiedlichsten Herausforderungen. Casey, die Sam in der Schule unterstützt, ist eine talentierte Läuferin und erhält darüber ein Stipendium auf einer High School in einer anderen Stadt – sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren eigenen Träumen, der sportlichen und schulischen Herausforderung und der Verantwortung Sam gegenüber. Und dann ist da auch noch die komplizierte Beziehung zwischen Casey und Evan (wobei das nicht die einzige komplizierte Beziehung in dieser Serie ist).
Britta Ost

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