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Corona-Krise Leichtathletik-EM in Paris abgesagt

Aufgrund der Corona-Krise ist nun auch die Leichathletik-EM 2020 abgesagt worden. Der nächste Termin ist somit 2022 in München.

Die Kette der Absagen großer internationaler Sportveranstaltungen setzt sich fort: Aufgrund der Coronavirus-Krise finden nun auch die Leichtathletik-Europameisterschaften in Paris nicht statt. Die Titelkämpfe sollten vom 25. bis 30. August in der französischen Hauptstadt veranstaltet werden. Die Absage kam aufgrund der Corona-Pandemie und der schwierigen Situation in Frankreich nicht überraschend.

Großveranstaltungen in Frankreich weiter verboten

Das Pariser Organisationskomitee und der französische Leichtathletik-Verband (FFA) entschlossen sich nach Absprachen mit den relevanten französischen Behörden zur Absage der Titelkämpfe, heißt es in einer Mitteilung des Europäischen Leichtathletik-Verbandes. Der Coronavirus-Ausbruch sei in Frankreich noch nicht unter Kontrolle und es bestünde weiterhin ein Verbot von Großveranstaltungen.

Verschiebung der Leichtathletik-EM 2020 war keine Option

„Mit großem Bedauern geben wir die Absage der Pariser Leichtathletik-Europameisterschaften 2020 bekannt. Wir hatten gehofft, dass wir den europäischen Athleten in diesen schwierigen Zeiten noch eine große Veranstaltung am Ende des Sommers bieten könnten“, sagte der Stellvertretende Präsident des europäischen Leichtathletik-Verbandes, Dobromir Karamarinov. Der Verband werde nun bei einer Council-Videokonferenz am 7. und 8. Mai die Situation und die Änderungen des Leichtathletik-Veranstaltungskalenders besprechen. Von einer möglichen Verlegung der Titelkämpfe war nicht die Rede. Die Olympischen Spielen wurden vor wenigen Wochen in das Jahr 2021 verschoben. 2022 finden die Leichtathletik-Europameisterschaften, die im Zwei-Jahres-Takt veranstaltet werden, in München statt.

ISTAF Berlin im September könnte eventuell stattfinden

Unklar ist zurzeit noch, ob das bedeutendste deutsche Leichtathletik-Meeting stattfinden kann: Das Berliner ISTAF ist für den 13. September geplant und fällt damit ebenso wie der Berlin-Marathon in den Zeitraum, den der Berliner Senat in einer überraschenden Entscheidung bis zum 24. Oktober für Großveranstaltungen von über 5.000 Teilnehmern gesperrt hat. „Wir bitten um Verständnis, dass wir noch keine Entscheidung treffen wollen, ob das weltweit älteste und zuschauerstärkste Leichtathletik-Meeting in diesem Jahr ausfallen muss. Mit Blick auf unsere Fans, Partner und die Athletinnen und Athleten fühlen wir uns verpflichtet, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern alle erdenklichen Szenarien durchzuspielen, zahlreiche Gespräche zu führen und in den nächsten Tagen in Ruhe zu beraten“, sagte ISTAF-Meeting-Direktor Martin Seeber.

Zuvor hatten die ISTAF-Veranstalter erklärt, dass sie das Meeting nicht ohne Zuschauer stattfinden lassen würden. Durch die Weitläufigkeit des Olympiastadions ließe sich ein ISTAF vielleicht mit weniger Zuschauern sicher organisieren, sofern die Pandemie bis dahin entsprechend weiter abgeebbt ist.

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