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Der große Triathlon-Guide für Einsteiger
Einsteiger-Rennräder Hersteller

Rennräder für Triathlon-Einsteiger

So finden Triathlon-Neulinge das richtige Bike Rennräder für Triathlon-Einsteiger

Das Rennrad ist die kostspieligste Anschaffung, wenn Sie ernsthaft in den Triathlonsport einsteigen wollen. Das sind unsere Bike-Empfehlungen.

Zum Reinschnuppern in den Triathlon-Sport können Sie zunächst ruhig Ihr Citybike aus der Garage holen. Spätestens, wenn Sie systematisch trainieren und es Ihnen beim Triathlon auch um Bestzeiten geht, lohnt sich die Investition in ein gutes Rennrad. Da Sie hier wahrscheinlich im vierstelligen Bereich landen, will der Kauf gut überlegt sein. Lassen Sie sich vor allem bezüglich der Sitzposition gut ausmessen und beraten. Hilfreiche Informationen zur Sitzposition finden Sie in diesem Artikel:

Welches Triathlon-Rad passt zu mir?

Das passende Modell zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Austattung und Charakteristiken eines Rennrades sollten den Anforderungen einer Triathletin / eines Triathleten bestmöglich entsprechen. Für Einsteigerinnen und Anfänger, denen es hauptsächlich um den Spaß an der Bewegung geht, genügt oftmals ein relativ günstiges Rad mit Aluminium-Rahmen und preisgünstiger Schaltgruppe. Die bekanntesten Hersteller sind hier besonders Shimano, aber auch Campagnolo und SRAM.

Shimano bietet beispielsweise eine gute Handvoll unterschiedlicher Gruppensets an, also von den Schalt- und Bremshebeln, über die Kurbelarme, Kassette, Umwerfer etc. bis zu den Bremsen. Für den Einstieg eignet sich etwa ein Blick Richtung Shimano Tiagra, wohingegen das 105-Gruppenset schon zur Mittelklasse zählt. Räder mit Ultegra-Ausstattung sind meist erst ab rund 2.500 Euro aufwärts zu haben. Für ganz Ambitionierte wird darüber noch das Gruppenset Dura Ace angeboten, das in den Top-Rädern verbaut wird. Letztere beiden gibt es auch als elektronische Variante, die für eine erhöhte Schaltpräzision sorgt.

Aluminium oder Carbon?

Auch im Einstiegsbereich sind bereits viele Modelle für 1.000 bis 2.000 Euro mit Carbon-Rahmen zu haben. Carbon zeichnet sich vor allem durch ein noch geringeres Gewicht und sehr gute Steifigkeitswerte aus. Da Carbon ein Verbundwerkstoff ist und somit nicht so einfach wie Aluminium hergestellt bzw. gewonnen werden kann, wird im unteren Segment meist auf Aluminium gesetzt. Sobald die Anforderungen geklärt sind, können Sie Rennräder unterschiedlicher Hersteller mit ähnlicher Ausstattung vergleichen. Gerade im etwas ambitionierteren Bereich werden oftmals schon die Rahmen aerodynamisch optimiert oder auch auf Laufräder mit Hochprofil gesetzt, die besonders bei seitlichem Wind einen Vorteil in Sachen Aerodynamik bringen.

Wie finde ich die richtige Rahmengröße?

Sobald Sie sich für ein Modell entschieden haben, gilt es, die richtige Größe auszuwählen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie direkt im oder um den Radladen eine Testfahrt machen können. Dann haben Sie Gewissheit, wie sich das Rad wirklich anfühlt. Ansonsten werden zu jedem Modell zahlreiche Daten zur Geometrie angegeben, an denen Sie sich orientieren können. Die charakteristischste Größe ist dabei die Rahmengröße, gemessen von der Mitte des Tretlagers bis zum oberen Ende des Sitzrohres. Rahmengröße M entspricht hier je nach Hersteller zumeist einer Rahmenhöhe von 54 Zentimetern. Mindestens genauso wichtig sind die Größen Stack und Reach. Erstere bezeichnet den Höhenunterschied von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Vorbaus bzw. Lenkers. Reach bezeichnet die horizontale Distanz. Je kleiner das Verhältnis aus Stack zu Reach ist, desto gestreckter und somit sportlicher bzw. unkomfortabler ist die Sitzposition. Wer sein Rennrad online bestellt, kann anhand der Beininnenlänge oder der Körpergröße auf die Empfehlung des Herstellers setzen und so die richtige Größe auswählen. Als Faustregel gilt: Multipliziert man die Innenbeinlänge mit dem Faktor 0,665, so erhält man die passende Rahmengröße. Mit Abstufungen in Schritten von zwei bis drei Zentimetern und – etwa im Fall des deutschen Herstellers Rose Bikes – bis zu zehn unterschiedlichen Größen findet jeder sein individuell passendes Rennrad.

Wo lohnt es sich am Rennrad aufzurüsten?

Wenn Sie Ihr Traumrad für Ihre Anforderungen gefunden haben, lassen sich weitere Dinge optimieren. Am sinnvollsten bei einem Rennrad, das Sie bei einem Triathlon verwenden möchten, ist ein Lenkeraufsatz. Für vergleichsweise wenig Geld lässt sich so die Aerodynamik erheblich verbessern, indem der Oberkörper deutlich flacher positioniert wird und die Unterarme möglichst nahe zusammen gebracht werden, was die Stirnfläche signifikant verringert. Auch die Reifenwahl kann überdacht werden. Viele Hersteller wie Continental oder Schwalbe bieten eigens für den Triathlon konzipierte Reifen mit geringerem Rollwiderstand. Jedoch wird hier das Plus an Geschwindigkeit oftmals mit einem Verlust an Pannenschutz bezahlt. Daher gilt es, ganz individuell die Vor- und Nachteile für einen selbst abzuwägen. Über höherpreisige Investitionen wie einen Satz Aero-Laufräder brauchen sich Einsteigerinnen und Einsteiger hingegen weniger Gedanken machen. Für den Preis eines gutes Laufrad-Satzes erhält man nicht selten ein komplettes Einstiegs-Rennrad.

Welches Zubehör brauche ich für ein Triathlon-Rad?

Bevor Sie sich ein Rad zulegen, bedenken Sie, dass Sie auch entsprechendes Zubehör dazukaufen sollten bzw. müssen.

  • Sicherheit I: Wer ein teures Rad kauft, sollte auch am Fahrradschloss nicht sparen. Als Faustregel gilt, ein Schloss sollte etwa 10 Prozent des Fahrradwertes kosten. Mit "Sehr Gut" im Test unseres Schwestermagazins Roadbike abgeschnitten und auch mit dem AmazonChoice-Label ausgezeichnet ist das Bügelschloss Hiplock DXC, das sich auch bequem am Gürtel oder in der Tasche verstauen lässt.
  • Sicherheit II: Ein Helm ist Pflicht beim Rennradfahren. In der Einsteigerklasse müssen Sie etwa 100 Euro für ein gutes Modell hinlegen. Geringes Gewicht, gute Belüftung und sicherer Halt sind die wesentlichen Kriterien, auf die es beim Helmkauf ankommt. Ein empfehlenswertes Modell unserer Roadbike-Kollegen ist beispielsweise der Formula MIPS von Bell.
  • Schuhe: Mit Klickpedalen unterwegs? Dann sind auch Rennradschuhe nötig, die sich in die Pedale "einklicken" lassen. Unser Tipp: R5B Uomo von Fizik, das Modell mit Bestnoten in der Kraftübertragung.
  • Indoor-Training: Kälte, Regen oder Stadtverkehr zwingen das Radtraining manchmal nach drinnen. Gut, wer da auf einen Rollentrainer zurückgreifen kann. Für relativ wenig Geld bekommt man mit dem Elite Novo Mag Force einen soliden, klassischen Rollentrainer.

Empfehlenswerte Einsteiger-Rennräder

Wir haben uns guten Rat bei echten Rennrad-Nerds geholt – den Kolleginnen und Kollegen von unserem Schwester-Magazin ROADBIKE. Redakteur Moritz Pfeiffer kann bereits auf über zwanzig Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet zurückblicken und hat uns folgende Rennrad-Empfehlungen in zwei Preisklassen gegeben. Nach oben ist preislich und qualitativ alles offen, aber auch mit einem leichten Rennrad für etwa 1.000 Euro werden Sie beim Training und im Rennen deutlich mehr Spaß am Biken haben als mit einem Freizeitrad.

Rennräder um 1.000 Euro

Canyon Endurace 6 RB

Hersteller
Canyon Endurace 6 RB

Preis: 1.099 €

Das Endurace vom beliebten Radhersteller Canyon aus Koblenz ist für längere Touren konzipiert. Gerade Einsteigern in den Rennrad- oder Triathlon-Sport dürfte seine Sitzposition entgegenkommen, die nicht zu sportlich-gestreckt ist. Wer also Wert auf etwas mehr Komfort beim Rennradfahren legt, findet mit den Aluminium-Modellen des Endurace einen ausdauernden Partner. Das Einstiegs-Modell des Canyon Endurace ist mit einem Shimano-Tiagra-Gruppenset und Felgenbremsen (Rim Brakes, „RB") ausgestattet. Für 300 Euro mehr ist das Endurace 7 RB mit Mittelklasse-Gruppenset Shimano 105 zu haben. Zu einem Aufpreis von 200 Euro gegenüber der Einstieg-Variante besteht auch die Alternative, auf Scheibenbremsen zu upgraden. Wer einen Carbon-Rahmen möchte, muss beim Endurace mindestens 1.999 Euro hinlegen.

Rose Pro SL 105

Hersteller
Rose Pro SL 105

Preis: 1.399 €

Hier bestellen: Rose Pro SL 105

Sportlicher sitzen Sie auf dem Pro SL 105 vom großen Versandhändler Rose. Besonders das Rahmenset überzeugte die ROADBIKE-Redaktion bei diesem leichten Einsteiger-Modell. Der Alu-Renner bringt 8,5 Kilogramm auf die Waage. Verbaut ist beim Rose Pro SL 105 das Gruppenset Shimano 105. Wer es etwas dezenter möchte, kann sich auch für eine matte Silber-Optik entscheiden.

Stevens Stelvio

Hersteller
Stevens Stelvio

Preis: 1.499 €

Auch beim Stelvio von Stevens erhielt das leichte Rahmen-Set viel Lob der ROADBIKE-Kollegen. Auf diesem Alleskönner flitzen Sie ebenfalls sportlich über die Straße. Mit 8,5 Kilogramm und Shimano 105 Gruppenset bietet das Stelvio ein gutes Gesamtpaket.

Mehr Infos bei RoadBike: 6 Rennräder unter 1300 Euro

Rennräder um 2.000 Euro

Wer auf Extras wie Scheibenbremsen oder auch ein aerodynamisch optimiertes Cockpit steht, muss noch ein paar Scheine drauflegen. Für um die 2.000 Euro sind solche Gadgets zu haben.

Canyon Ultimate CF SL 7 Disc

Hersteller
Canyon Ultimate CF SL 7 Disc

Preis: 2.199 €

Mit dem leichtesten Rahmen im ROADBIKE-Test überzeugte das Ultimate CF SL 7 Disc aus dem Hause Canyon. Das Rennrad bringt nur knapp 8,2 Kilogramm auf die Waage. Besonders der Komfort am Heck wird gelobt. Die aerodynamische Lenker-Vorbau-Kombi sowie die Scheibenbremsen sind zudem außergewöhnlich in diesem Preissegment. Verbaut ist hier das Gruppenset Shimano 105.

Cube Attain GTC SL

Hersteller
Cube Attain GTC SL

Preis: 2.199 €

Vor allem in Sachen Komfort bietet das Cube Attain GTC SL ein extrem gelungenes Gesamtpaket. Die Sitzposition fällt kompakt und eher aufrecht aus. Doch auch die sportliche Komponente kommt beim Attain nicht zu kurz: Auf Antritte reagiert es beherzt, nicht zuletzt dank des steifen Tretlagerbereichs. Zudem hat das Attain mit dem Gruppenset Shimano Ultegra einigen Mitbewerbern in diesem Preissegment etwas voraus. Mit 8,7 Kilogramm liegt es in Sachen Gewicht im Mittelfeld.

BMC Teammachine ALR Disc Two

Hersteller
BMC Teammachine ALR TWO

Preis: 2.499 €

Eine ungewöhnliche Kombination bietet das Modell Teammachine ALR Disc Two. Einerseits muss sich hier mit einem etwas schwereren Aluminium-Rahmen und einem Gesamtgewicht von gut 9,1 Kilogramm begnügt werden, andererseits muss sich das auffällige Rennrad mit Scheibenbremsen und sportlich gestrecktem Design nicht verstrecken. ROADBIKE meint: Die sportliche Silhouette der Teammachine ist klar erkennbar.

Mehr Infos bei RoadBike: 10 Rennräder bis 2.000 Euro

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