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Patellasehnenreizung Patellasehnenentzündung

Die Patellasehne steht beim Laufen unter ständiger Belastung. Wenn sich die Patellasehne entzündet, wird es schmerzhaft – das muss nicht sein.

Ziehende oder stechende Schmerzen im vorderen Bereich des Kniegelenks beim Laufen, aber auch beim Aufstehen nach längerem Sitzen können auf eine Entzündung der Patellasehne hindeuten. Wie die Entzündung entsteht, wie man sie vermeiden kann und was Sie tun sollten, wenn Sie die Schmerzen im Knie bereits kennen, lesen Sie hier.

So funktioniert die Patellasehne

Die fünf bis sechs Millimeter dicke Patellasehne zieht als Fortsetzung des vorderen Oberschenkelmuskels (Musculus Quadrizeps Femoris) vom unteren Ende der Kniescheibe (Patella) zu einer kleinen Vorwölbung am Schienbein, die auch Tuberositas Tibiae genannt wird. Sie können die Patellasehne unter der Kniescheibe sehr gut selbst ertasten, da sie direkt unter der Haut liegt.

Die Aufgabe der Patellasehne ist die Übertragung der Kraft und Bewegung vom Oberschenkel auf den Unterschenkel. Besonders bei schnell wechselnden Start- und Stoppbewegungen, Landungen nach Sprüngen und plötzlichen Richtungswechseln muss die Patellasehne starken Belastungen standhalten. Gerade beim Laufen wird die Patellasehne permanent belastet.

Wenn die Patellasehne durch eine Verletzung insgesamt ausfällt, können Sie das Knie nicht mehr ohne Hilfe strecken. Die gute Nachricht ist: Mit gezielten regelmäßigen Dehnübungen, dem richtigen Laufstil und ergänzenden Kräftigungsübungen können Sie erfolgreich vorbeugen!

Die Symptome bei einer Patellasehnenentzündung

Eine entzündete Patellasehne ruft Schmerzen am unteren Ende der Kniescheibe hervor. Meist betreffen die Schmerzen nur eine Seite, in 20 Prozent der Fälle schmerzt die Patellasehne jedoch auf beiden Seiten. Schmerzen, die durch eine entzündete Patellasehne hervorgerufen werden, können je nach Erkrankungsstadium lediglich nach einer sportlichen Belastung, z. B. einer längeren Laufeinheit, vor und nach dem Laufen oder während der gesamten Trainingseinheit sowie im Alltagsleben bestehen.

Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, wird dieser Sie auf einen Druckschmerz an der Patellaspitze (unteres Ende der Kniescheibe) untersuchen und feststellen, ob das Strecken des Kniegelenks gegen den Widerstand seiner Hand schmerzhaft ist. Durch Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT (Kernspintomographie) kann die Diagnose gesichert werden, was für den weiteren Therapieverlauf und auch für den Therapieerfolg und die Prognose von großer Wichtigkeit ist. Die oben genannten bildgebenden Verfahren geben Aufschluss darüber, in welchem Ausmaß die Patellasehne bereits geschädigt ist.

Die Ursachen einer Patellasehnenentzündung

Durch dauerhafte Überlastung des Kniegelenkes kommt es zu degenerativen Prozessen an der Patellasehne. Die kontinuierliche Belastung des Streckapparates des Beines (Muskulatur vorne am Oberschenkel und Unterschenkel) führt zu einer Reizung der Patellasehne.

So behandeln Sie die Patellasehne bei einer Entzündung

Um eine Reduzierung Ihrer Laufeinheiten werden Sie nicht herumkommen. Laufen Sie nur im schmerzfreien Bereich und suchen Sie sich eine Laufstrecke aus, die anspruchslos ist und wenige Kurven, Anstiege oder einen unebenen Untergrund hat. So können Sie die Belastung für die Patellasehne gering halten. Lassen Sie sich, wenn möglich, von einem Physiotherapeuten behandeln. Dieser kann die entzündete Patellasehne mit Kälteanwendungen und speziellen Übungen erträglicher machen und den Verlauf der Verletzung günstig beeinflussen.

Viele Ärzte verschreiben zur Unterstützung der übrigen Therapiemaßnahmen entzündungshemmende Medikamente. Selbige sollten Sie allerdings nur über einen kurzen Zeitraum einnehmen, da es ansonsten zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt kommen kann.

So können Sie einer Patellasehnenentzündung vorbeugen

Eine Entzündung bzw. Überlastung der Patellasehne lässt sich am besten vermeiden, indem Sie Ihren Trainingsplan abwechslungsreich, aber strukturiert durchführen. Wechseln Sie zwischen Laufeinheiten, Kräftigungsübungen und alternativen Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen. So schaffen Sie eine abwechslungsreiche Belastung für die Patellasehne und vermeiden eine einseitige Belastung.

Dehnen Sie sich vor dem Laufen, führen Sie regelmäßig Stretching-Übungen, vor allem für die Hüft-, Oberschenkel und Wadenmuskulatur durch. Diese tragen außerdem zu einem ausgeglichenen Laufstil bei, durch den Sie eine Fehlbelastung der Patellasehne vermeiden können.

Mit diesen Übungen beugen Sie einer Patellasehnenentzündung vor

Um die Patellasehne beim Laufen zu entlasten, ist es wichtig, dass die Gesäßmuskeln und die Wadenmuskeln ausreichend kräftig sind. Zudem minimiert eine aufrechte Körperhaltung bei stabiler Rumpfmuskulatur ungünstige Drehbewegungen des Kniegelenks.

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