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361° Meraki 3 Hersteller

Laufschuhtest 361° Meraki 4 im Test

Mit dem Meraki 4 hat Hersteller 361° sein beliebtestes Modell aufgewertet: Mehr Quikfoam-Dämpfung und bessere Passform.

Mit dem Meraki 4 hat Hersteller 361° sein beliebtestes Modell aufgewertet. Der Meraki hat bereits in der zweiten und dritten Version wesentlich dafür gesorgt, dass sich 361° unter die Topmarken der Laufschuhe mischen konnte. Im Lesertest von RUNNER’S WORLD gewann der Meraki 3 sehr viele Sympathien, und unter den Laufschuhtestern wurde er als ernsthafte Alternative unter den neutralen Trainings-Laufschuhen gesehen.

Mehr Komfort

361° Meraki 3
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Das Obermaterial aus Mesh passt besonders gut an schmale Füße.

Der Meraki 4 steht für Komfort und ein vielfältiges Einsatzgebiet im Training. Er weist eine im positivsten Sinne klassische Konstruktion auf mit einer Mittelsohlenhöhe von 31,5 Millimetern unter der Ferse und 23,5 Millimetern unter dem Vorfuß – also keine übertrieben „fette“ Mittelsohle und auch ohne Carbon oder übertriebene Rocker-Konstruktion. Absolut auf der höhe der Zeit sind aber sowohl die eingesetzten Materialien – ob das Mesh im Obermaterial oder moderne Kunststoffschäume in der Mittelsohle – und die schon vom Vorgänger her bekannte überdurchschnittliche Verarbeitungsqualität (der Hersteller besitzt übrigens eigene Fertigungsstätten). Auch bei längeren Strecken bleibt das ausgewogene Dämpfungsverhalten nachhaltig spürbar und wurde – speziell auf festem Untergrund – von allen Testern als extrem angenehm beschrieben.

361° Meraki 3
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Eine von drei Frauen-Farbvarianten.

Für das neue Modell wurde die Plattform des Schuhs geändert: Die Mittelsohle besteht aus etwas leichterem, aber festerem EVA-Schaum. Über die gesamte Länger der Sohle ist eine Schicht „Quikfoam“ eingezogen, eine Mischung aus EVA und Gummi, luftdicht gekapselt in PU. Die Konstruktion ist langlebig, dynamisch und rückfedernd, verspricht der Hersteller. Was direkt bei der Anprobe auffällt: Im Vorfußbereich ist spürbar mehr dieses Quikfoam verarbeitet. Der erste Eindruck ist spürbar weicher unter dem Fuß. Dazu sorgen die weiche Lasche und die Fersenauskleidung für ein hohes Komfortgefühl. Eine Fiberglas-verstärkte Mittelfußbrücke aus Kunststoff, genannt “Quikspine“, sorgt für milde Stütze beim Abrollvorgang. Die Flexkerben in der Außensohle sind deutlich ausgeprägt und sorgen für Flexibilität im Vorfußbereich.

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Für vielfältigen Trainingseinsatz - mit einer Ausnahme

Das Obermaterial wurde ebenfalls überarbeitet, „es ist durchschnittlich atmungsaktiv“, stellt eine Testerin fest. Das Obermaterial sorgt mit dem neu ausgestalteten Fersenbereich und dem „Morphit“-Schnürsystem für guten Halt des Schuhs am Fuß: Die Lasche ist mit der Sohlenkonstruktion elastisch verbunden. Auch bei schmalem Fuß sitzt der Schuh damit sehr sicher; wenngleich die Passform auch für mittelbreite Anatomien geeignet ist. Leichte Kritik gab es für die etwas lang geratenen Schnürsenkel, die am besten unter der vorderen Schnürung verstaut werden, damit sie sich nicht beim Laufen verheddern. Angemerkt wurde auch, dass das Obermaterial nicht besonders luftdurchlässig ist, im Schaft schlägt sich Feuchtigkeit nieder, „der Schuh sollte nach dem Training an einem gut belüfteten Ort aufgestellt werden, damit er austrocknen kann“, rät ein Testläufer. Schließlich wurde von den Testern auch angemerkt, dass der Meraki 4 nur bedingt für Naturwege taugt, da sich im ansonsten tadellosen Profil der Außensohle recht schnell Matsch sammelt, trailtauglich ist der Schuh nicht.

Die Außensohle des Meraki 4. In der Mitte sichtbar: Das Quikspine-Stabilitätselement in der Mittelsohle.

Ein Schuh für jeden Tag

Der Laufeindruck erinnert deutlich an die Vorgängermodelle des Meraki, wobei Komfort und „der weiche Auftritt“, so ein Testläufer, spürbar in den Vordergrund treten. „Der Meraki 4 ist im positivsten Sinne ein normaler Trainingsschuh“, urteilt ein Testläufer. Das Laufgefühl ist dabei durchaus direkt – man hat nicht das Gefühl, in der Mittelsohle zu versinken. Auch für Mittelfußläufer gibt es genügend Komfort – für leichte Läufer, aber auch bis 85 Kilo Körpergewicht. Übrigens gab es im Test gerade in der Frauenversion Pluspunkte für die gelungene Optik des Schuhs, „schöner Farbton, nicht so aufgeregt“, urteilte eine Testerin.

Fazit: Top-Allrounder für vielseitigen Einsatz

Der Meraki 4 bietet ein direktes Laufgefühl – und unterscheidet sich positiv von den auf maximale Dämpfung ausgelegten Komfort-Trainingsschuhen. Gleichzeitig ist der Laufeindruck sehr ausgewogen, die durchgängige Dämpfung eignet sich für Fersen-, aber auch für Mittelfußläufer. Vergleichbar ist der Meraki mit Trainingsmodellen wie Asics GEl-Cumulus, Adidas Solar Boost oder Mizuno Wave Rider. Der Meraki wird seiner Modelltradition gerecht – und auch, wenn der Testzeitraum noch kein Urteil zulässt, so lässt die Konstruktion (wie beim Vorgänger) auf eine sehr gute Haltbarkeit schließen.

Der Meraki 4 in Zahlen

Kategorie: Neutralschuh / Dämpfungsschuh
Gewicht: 289 g (Herren) / 244 g (Frauen)
Sprengung: 9 mm
UVP: 140 Euro

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