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Nike Air Zoom Alphafly NEXT% Nike

Offiziell angekündigt Ist der Nike Air Zoom Alphafly NEXT% doch legal?!

Gestern hat Nike den Air Zoom Alphafly NEXT% offiziell angekündigt. Und wie es scheint, ist der Nachfolger der beiden Weltrekord-Schuhe (4% und Next%) doch legal.

Die Verwirrung rund um den Nike Air Zoom Alphafly NEXT% ist groß. Die finale Variante des Schuhs, den Eliud Kipchoge bei seinem Sub-2-Stunden-Marathon-Experiment in Wien trug, und die in den Handel gehen soll, ist nun seitens Nike offiziell angekündigt worden. Schon lange vor Kipchoges Lauf in Österreich geisterten Fotos, Videos und sogar ein Patentantrag mitsamt technischen Details des Protoypen durchs Internet – auch wir berichteten.

Neue Regeln für Wettkampfschuhe

Der neue Schuh steht gemeinsam mit seinen Vorgängern Vaporfly 4% sowie Vaporfly Next% in der Diskussion. Das zwang den Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) quasi dazu, die Regularien für Wettkampfschuhe zu überarbeiten und zu konkretisieren. Nun steht seit dem 31. Januar 2020 des neue Regelwerk. Der Verband bekannt, dass die Sohle nicht dicker als 40 Millimeter sein darf und sich nicht mehr als eine den Schuh versteifende Carbonplatte im Schuh befinden darf. Diese kann in mehrere Stücke aufgeteilt sein, diese dürfen aber zum Beispiel nicht übereinander liegen oder sich überlappen. Zudem müssen Laufschuhe mindestens vier Monate lang im Handel angeboten worden sein, bevor sie von Elite-Athleten im Wettkampf getragen werden dürfen. Legal sind damit die Schuhe, in denen Eliud Kipchoge (4%) und Brigid Kosgei (Next%) ihre Weltrekorde in Berlin (2018) und Chicago (2019) liefen. Noch Anfang der Woche berichteten wir, dass mit diesen neuen Bestimmungen der Alphafly jedoch nicht regelkonform sei, da seine Mittelsohle zu dick sei.

Der Nike Alphafly ist legal – oder doch nicht?

Kollege Henning mit dem Nike Air Zoom Alphafly NEXT%

Nun ist es aber so, dass kaum jemand den Schuh in der Hand gehalten geschweige denn am Fuß gehabt hat. Bislang wurde er nur vereinzelt an Nike-Athleten ausgeben – unser Redakteur Henning Lenertz konnte den Schuh zwar Mitte Januar in Iten (Kenia) kurz in der Hand halten, hatte aber blöderweise kein Maßband dabei. Denn wie es scheint, ist die Sohle anders als angenommen nicht dicker als 40 Millimeter. Wenn stimmt, was uns an neuen Erkenntnissen zum Schuh zugetragen wurde, ist die Mittelsohle 39,5 Millimeter dick – damit wäre der Alphafly legal. Und da als Erscheinungsdatum – bislang inoffiziell – Anfang März genannt wird, wäre er für die Olympischen Spiele in Tokio zugelassen. Was der Nike Air Zoom Alphafly NEXT% letztlich kosten wird, ist noch nicht bekannt.

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