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Lauf-Therapie
Was Sie beim Laufen beachten sollten, wenn Sie sich erschöpft und müde fühlen. iStockphoto

Depressionen davonlaufen

Aktive Patienten sind glücklicher Laufen Sie den Depressionen davon

Schon ein geringes Maß an täglicher Bewegung kann das Risiko depressiver Episoden senken.

Eine Studie des Massachusetts General Hospital in Boston zeigt: Sich mehr zu bewegen kann die Häufigkeit depressiver Episoden deutlich reduzieren. Die Forscher hatten die Gesundheitsdaten von 8000 Patienten während zwei Jahren untersucht. Dabei stellten sie fest, dass die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von depressiven Episoden an körperliche Aktivität gekoppelt is. Bei denjenigen Probanden, die sich einige Stunden pro Woche sportlich betätigten, waren depressive Episoden seltener als bei der inaktiven Vergleichsgruppe.

Vor allem zeigte sich, dass selbst eine genetische Veranlagung nicht zwangsläufig bedeutet, dass man unter Depressionen leiden muss. "Die Studie zeigt einmal mehr, dass es ganz stark auf den persönlichen Lebenswandel ankommt", sagt Campbell Murdoch, einer von vielen Hausärzten, die ihren Depressionspatienten Laufen als Therapie verschreiben. "Die Gene mögen eine Rolle spielen, aber wichtiger als die Veranlagung ist, was wir daraus machen." Interessanterweise zeigte die Studie zudem, dass sowohl Belastungen im höheren als auch im niedrigeren Intensitätsbereich einen positiven Effekt hatten. Es war nicht einmal nötig, besonders lange Sport zu machen. "Durchschnittlich 35 Minuten zusätzliche körperliche Aktivität pro Tag könnten genügen, um das Risiko neuer depressiver Episoden zu senken", so Karmel Choi, Hauptautorin der Studie.

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