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Essen und Trinken beim Trailrunning Verpflegung in der Natur

Auf schönen Trails gibt's selten Supermärkte. So finden Sie auch auf abgelegenen Pfaden in der Natur etwas zu essen und zu trinken.

Hagebuttten +

Hagebutten.

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Trailrunning

Das Wichtigste zuerst: Essen Sie immer nur das, was Sie auch wirklich kennen, was an sauberen Stellen wächst und ­keine Schmutzspuren aufweist. Geschmack und Geruch können täuschen – nicht jede giftige Pflanze schmeckt oder riecht gleichzeitig unangenehm.

Das können Sie beim Streifzug durch heimische Wälder finden:
Beeren und Früchte
Heidelbeeren, Brombeeren oder Walderdbeeren liefern komplexe Kohlenhydrate für den lang anhaltenden Energieschub sowie sättigende Ballaststoffe. Hagebutten stärken die Abwehrkräfte und punkten mit einer großen Portion Vitamin C.

Kräuter und Gräser
Grünzeug kann mehr, als Sie glauben: Brennnesseln schmecken als Salat, wirken entzündungshemmend und lindernd bei Darmbeschwerden. Brunnenkresse ist reich an Eisen und schützt damit vor Ermüden. Vom Löwenzahn sind aus Ge­schmacks­gründen nur die jungen, grünen Blätter zu empfehlen. Finden Sie Sauerampfer, sollten Sie wegen des hohen Oxalsäuregehalts keine zu großen Mengen davon verspeisen.

Pilze
NUR ZUGREIFEN, WENN SIE SICH AUSKENNEN!
In Nadelwäldern finden Sie von Juni bis Oktober den Pfifferling. Er ist gelb, trocken, glatt und hat einen welligen Rand. Zu verwechseln ist er am ehesten mit dem falschen Pfifferling, der zwar ungiftig ist, aber nicht verzehrt werden darf.

Nüsse
Nüsse sind durch ihre gesunden Fette besonders gehaltvoll: Hasel- und Walnüsse kennen Sie, aber auch Bucheckern kann man essen.

Getreide
So verlockend es auch sein mag: Plündern Sie vor lauter Hunger nicht das nächstbeste Getreidefeld. Obwohl Getreide ernährungsphysiologisch ideal ist, enthält es in roher Form sogenannte Phytine, die unter anderem die Aufnahme von Eisen, Kalzium und Mag­nesium in den Körper behindern.

Und zu trinken?

Um Wasser auf Trinkbarkeit zu überprüfen, machen Sie unseren Trinkquellen-Check in
vier Schritten:

1. Umgebung wählen
Potenzielle Trinkwasserquellen sollten oberhalb von jeder Siedlung, Hütte oder Viehweide fließen.

2. Wasser prüfen
Je klarer und kälter das Wasser, desto eher ist es trinkbar. Im Idealfall fließt es zügig und über sandigen oder ­steinigen Grund. Meiden Sie stehende Gewässer! Tipp: Mit ­pH-Teststreifen aus der Apotheke lässt sich der Säuregrad ermitteln. Bei ­Werten unter 6,5 haben Sie gute Chancen auf sicheres Trinkwasser.

3. Entkeimen
Wer sichergehen will, sollte Wasser ­immer entkeimen. Da Ihnen im Wald kommerzielle Wasserfilter(-tabletten) fehlen, schaffen Ihre Socken Abhilfe: einfach mit Sand füllen und das ­Wasser hindurchfließen lassen.

4. Verunreinigungen ­herausfiltern
Vermuten Sie Krankheitserreger im Wasser, helfen Socken nicht. Eine ­Methode gegen Bakterien ist, das Wasser in einer durchsichtigen, farblosen PET-Flasche (Etikett entfernen!) für mindestens sechs Stunden in die pralle Sonne zu stellen. ­Dennoch besser: Wasser abkochen.
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15.03.2012
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