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Trailrunning
Trailrunning in der Stadt iStockphoto

So haben Sie Trail-Spaß in der Stadt

Tipps und Tricks So haben Sie Trail-Spaß in der Stadt

Unter Trailrunning verstehen die meisten, mitten in der Natur durch Wälder zu laufen. Doch auch in der Stadt ist Trailrunning möglich.

Sie leben in der Stadt und kennen Ihre Laufrunde in- und auswendig? Dann probieren Sie Trailrunning! Trailrunning, das Laufen über Stock und Stein, muss eben nicht unbedingt mitten in der freien Natur stattfinden. Mit diesen Tipps können Sie, auch wenn Sie in einer Großstadt wohnen, Trailrunning-Spaß erleben.

1. Suchen Sie sich Pfade!

In den meisten großen Städten gibt es Stadtparks mit verzweigten Waldwegen, die nicht nur aus Asphalt, Pflastersteinen und Beton bestehen. Auch an den Ufern von Flüssen oder Stadtseen finden sich häufig kleine, unauffällige Wege, vielleicht sogar aus Sand. Parallel zu gepflasterten Wegen führt häufig ein Gras-oder Erdstreifen entlang. Auch den können Sie als Pfad nehmen. Grünflächen können ebenso gut als Weg dienen. So können Sie zum Beispiel quer über den Rasen eines Fußballfeldes oder eine Wiese laufen. Dadurch trainieren Sie neben Ihrer Ausdauer auch Koordination und Konzentration beim Laufen und kräftigen Muskelgruppen, die den Körper beim Laufen stabilisieren.

2. Legen Sie sich Steine in den Weg!

Bauen Sie bewusst Hindernisse ein. Der Reiz des Trailrunnings in der Natur liegt auch daran, Hindernisse unterschiedlicher Art zu überwinden: Wurzeln auf dem Boden, ein Baumstamm quer über dem Weg oder gar ein kleiner Bach, den es zu überspringen gilt. Natürlich sind solche Hindernisse eine Seltenheit in der Stadt. Bauen Sie also bewusst Hindernisse ein. Laufen Sie über eine Parkbank, nehmen Sie Treppenstufen doppelt, springen Sie über große Steine – hier ist Ihre Kreativität gefragt.

Trailrunning City Text
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Trailrunning in der City: Treppen sind die Berge der Stadt.

3. Bauen Sie Steigungen ein!

Das eigentliche Trailrunning lebt von knackigen Bergauf- und rasanten Downhill-Passagen. Solche Bedingungen findet man in der Stadt selten; ein Park ist eben beschränkt und bietet im besten Fall einige künstlich angelegte Hügel. Man könnte diese mehrmals hintereinander bezwingen, doch das fühlt sich dann doch eher wie Intervalltraining statt wie Trailrunning an. Denn Trailrunning lebt gerade von Spannung und Abwechslung. Nutzen Sie Treppen oder bauen Sie möglichst viele Stadthügel auf Ihrer Trailrunde ein. Durch das Laufen auf Treppen, den Bergen der Stadt, trainieren Sie nicht nur Ihre Oberschenkel-, Waden- und Gesäßmuskulatur, sondern schulen vor allem Ihre Koordination.

4. Vorsicht: Beachten Sie Schilder!

Natürlich macht es Spaß im Park auch mal die Wege zu verlassen, um über Wiesen und durch Wälder zu rasen. Machen Sie sich dabei aber nicht den Landschaftsgärtner zum Feind. Blumenbeete sind tabu. Wiesen und Wälder dafür meistens nicht – es sei denn, Schilder weisen darauf hin. Städtische Wiesen müssen sich ab und zu von den Horden der Grillfreunde erholen und in Wäldern muss der eine oder andere Baum gefällt oder neu gepflanzt werden. Achten Sie also auf die Anweisungen auf städtischen Warnschildern und befolgen Sie sie – auch zu Ihrer eigenen Sicherheit.

5. Unternehmen Sie Ausflüge!

Manchmal reichen schon zwei bis drei Bushaltestellen weiter in einen anderen Stadtteil, um einen neuen Park oder kleine Waldabschnitte zu entdecken. Diese Mühe ist es auf jeden Fall Wert, wenn Sie dafür mit einer neuen Errungenschaft im Sinne einer neuen kleinen Trail-Strecke im Gepäck nach Hause kommen. Verbinden Sie am Wochenende einen Ausflug ins Grüne mit einer Trailrunning-Einheit. Keine Großstadt ist so groß, dass man am Wochenende nicht mal die Bahn aus der Stadt nehmen kann, um sich in der freien Natur auszutoben.

Laufen auf Wiese
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Laufen auf weichem Untergrund wie Wiese oder Erde beansprucht andere Muskel als das Laufen auf Asphalt.

6. Planen Sie Ihre Laufstrecke...

Mittlerweile gibt es tolle Apps und Websites, wie zum Beispiel AllTrails (früher GPSies), Strava, Maps3D oder Komoot, mit denen Sie Ihre Routen im Voraus planen können. Dabei können Sie vorab bestimmte Routing-Ein­stellungen festlegen. So können Sie Attribute wie Wegbeschaffenheit oder Höhenmeter auswählen. Schauen Sie sich in der jeweiligen Legende genau an, welche Bedeutung Linien und Symbole haben. So bekommen Sie einen guten Überblick darüber, wo Sie eine Straße, ein Waldweg oder ein richtiger Trail erwartet. Zusätzlich können Sie die Satellitenaufnahmen bei zum Beispiel Google Maps, Here oder OpenStreetMap sichtigen, um Grünflächen und abgelegene Wege ausfindig zu machen.

7. ...oder laufen Sie einfach drauflos!

Sie wollen Ihre Laufstrecke lieber nicht im Voraus planen? Kein Problem. Schnüren Sie einfach Ihre Schuhe und dann immer der Nase nach. Durchlaufen Sie Grünflächen, Parks und jedes Stück Natur, das Sie finden können. Auf den Weg müssen Sie gar nicht achten, das ist ein Vorteil der Großstadt. Nehmen Sie einfach etwas Kleingeld oder Ihre Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel mit, dann kann nichts schiefgehen. Im Notfall kann man sich ohne Probleme bis zur nächsten Bushaltestelle durchfragen, von wo man dann auf jeden Fall nach Hause findet.

8. Legen Sie sich Hybrid-Trail-Laufschuhe zu!

Das ist kein Verkäufer-Trick, doch mit dem richtigen Equipment macht das Training bekanntlich mehr Spaß. Hybrid-Trailrunning-Schuhe sind sowohl für matschige und wurzelige Wege als auch für Strecken auf Asphalt gemacht. Sie können also eine gute Motivation sein, sich auf die Suche nach alternativen Wegen zu machen.

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