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Schmerzen in der Halswirbelsäule

HWS-Syndrom

Schmerzen beim Halswirbelsäulensyndrom betreffen nicht nur den Nacken, sondern können in andere Körperregionen ausstrahlen.

Unter dem HWS-Syndrom werden alle Beschwerden zusammengefasst, die den Bereich der Halswirbelsäule (HWS) betreffen oder die von ihr ausgehen. Das HWS-Syndrom (oder auch Zervikobrachialsyndrom) ist ein Sammelbegriff für Störungen verschiedenster Ursachen im Bereich des Halses, des Schultergürtels und der Arme.

Die Symptome beim Halswirbelsäulensyndrom

Patienten mit einem HWS-Symptom klagen über Nackenschmerzen, die in die Schultern und in die Arme ausstrahlen können, manchmal auch zum Hinterkopf oder in die Stirn. Durch verhärtete Muskeln neben der Wirbelsäule ist die Beweglichkeit des Kopfes beim HWS-Syndrom eingeschränkt.

HWS-Syndrom – die Ursachen

Bei plötzlich einsetzenden, heftigen Halswirbelsäulenschmerzen liegen die Ursachen hauptsächlich in den Muskel- und Bandstrukturen (myofasziale Ursachen). Chronische Halswirbelsäulenschmerzen sind meist bedingt durch Irritationen der Bandscheiben und der Zwischenwirbelgelenke. Entgegen der Annahme, eine zu starke Muskelverspannung würde die meisten Probleme im Nackenbereich auslösen, ist es eher so, dass eine zu starke Beweglichkeit und eine zu geringe Stabilisierungsfähigkeit der Halswirbelsäule für die Symptome im Nackenbereich ursächlich sind.

Was hilft bei einem HWS-Syndrom?

Zunächst muss durch einen Arzt festgestellt werden, welche Ursache die Halswirbelsäulenschmerzen bedingt. Daraufhin lässt sich die individuelle Behandlung ausrichten. In den meisten Fällen genügt bei einem HWS-Syndrom eine konservative Behandlung durch einen Physiotherapeuten. Beim HWS-Syndrom müssen abgeschwächte Muskelgruppen gestärkt werden. Das Lockern der Muskeln durch manuelle Massagen oder Reizstrombehandlung kann beim HWS-Syndrom in der akuten Phase helfen, da so eine bessere Durchblutung erzielt wird und die Muskulatur wieder normal arbeiten kann. Langfristig hilft jedoch vor allem die Mobilisation der Schultergelenke und der Brustwirbelsäule bei gleichzeitiger Stabilisation der Wirbelsäulenmuskulatur, sofern keine strukturellen Instabilitäten der Wirbelkörper vorliegen.

So können Sie einem HWS-Syndrom vorbeugen

Durch die heutigen Alltagsansprüche müssen wir unseren Körper trainieren, beispielsweise bei sitzenden Tätigkeiten, eine aktive Körperspannung beizubehalten. Wir neigen dazu, uns nach längerer Zeit zu verkrümmen, was ein HWS-Syndrom begünstigen kann. Fehlhaltungen und belastende Bewegungen gilt es somit zu erkennen und zu vermeiden. Ein gutes Muskelkorsett stellt die beste Prävention für ein HWS-Syndrom und Haltungsschäden allgemein dar. Läufer sollten also das Krafttraining, gerade für Rumpf bzw. Oberkörper, nicht vernachlässigen.

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