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Häufige Verletzung Mittelfußbruch

Eine Fraktur im Mittelfußbereich ist eine häufige Verletzung bei Läufern. Lesen Sie hier alles über Symptome, Ursachen und Therapie.

Ein Mittelfußbruch kann insbesondere bei Läufern als Stressfraktur oder Ermüdungsbruch entstehen. Dabei ist der zweite Mittelfußknochen am häufigsten betroffen. Die Symptome beginnen schleichend, und es kann bis zu zwei Monaten dauern, bis die Diagnose einer Stressfraktur im Röntgenbild möglich ist.

Was ist ein Mittelfußbruch?

Der Mittelfußbruch ist eine Verletzung der Mittelfußknochen. Häufig sind das Kahnbein (Naviculare) und das Würfelbein (Cuboideum) betroffen. Möglich ist außerdem eine Abrissverletzung des Mittelfußköpfchens des kleinen Zehs.

Wie merkt man einen Mittelfußbruch?

Schmerzen beim Auftreten und Abrollen des betroffenen Fußes, Belastung und/oder bei Kompression des Fußes, sowie betonte Druckempfindlichkeit über den Mittelfußknochen sind die Hauptsymptome eines Mittelfußbruches. Eine Schwellung, Hämatome (blaue Flecken) und Schmerzen alleine sind keine Garantie für einen Mittelfußbruch. Eine Röntgenaufnahme muss in jedem Fall angefertigt werden, um einen Bruch zu bestätigen.

Schmerzen im Fuß können auch bei Sprunggelenksverletzungen, einer Bänderzerrung, durch eine Achillessehnenentzündung, einen Fersensporn, Plantarfasziitis oder ein Überbein am Fuß ausgelöst werden.

Was sind die Ursachen für einen Mittelfußbruch?

Bei Läufern kommt der Mittelfußbruch oft als Ermüdungsbruch oder Stressfraktur vor. Ursächlich dafür sind eine zu schnelle Steigerung des Trainingsumfangs, starke Belastung durch Bergabläufe oder extrem lange Läufe. Außerdem spielt die Biomechanik des Laufstils bei Läufern eine große Rolle, wenn es um die Entstehung eines Mittelfußbruchs geht. Durch eine einseitig schwach ausgeprägte Gesäß- und Wadenmuskulatur wird der Fuß bei jedem Laufschritt ungebremst aufgesetzt und einer enorm hohen Belastung ausgesetzt. Schafft es die Wadenmuskulatur nicht, das Fußgewölbe ausreichend zu aktivieren, entsteht durch die hohe Wiederholungsrate beim Laufen ein Bruch im Mittelfußbereich. Läufer, bei denen sich ein Mittelfußbruch als Ermüdungsfraktur herausstellt, können durch eine Ganganalyse oder Laufanalyse herausfinden, in welcher Phase des Gangzyklus die jeweilige Muskulatur nicht adäquat arbeitet. Diese Muskeln sollten Sie dann gezielt auftrainieren, um eine erneute Verletzung zu vermeiden.

Abseits des Sports ist ein Mittelfußbruch häufig das Resultat eines direkten Schlags auf die Rückseite des Fußes. Dies führt zu einer subkapitalen Querfraktur der Mittelfußknochen und zu Spiralfrakturen des Schafts.

Wie lässt sich ein Mittelfußbruch behandeln?

Mittelfußbrüche können in den meisten Fällen konservativ behandelt werden. In den ersten sechs Wochen besteht eine aktive Bewegungsstabilität. Das bedeutet, dass Sie an Stützen gehen und den verletzten Fuß zwar abrollen, aber nicht mit dem Körpergewicht belasten dürfen. In der Regel dürfen Sie den Fuß weiterhin ganz normal bewegen. Unterstützend kann eine Behandlung mit Manueller Lymphdrainage durch einen Physiotherapeuten die Abschwellung des Fußes beschleunigen. Nach drei Monaten ist der Bruch ausgeheilt und Sie können das Training wiederaufnehmen. Im Optimalfall führen Sie weiterhin Ihr Athletiktraining mit allen Übungen durch, die Sie im Sitzen und Liegen machen können, zum Beispiel Beinheben, Vierfüßlerstand oder Ballbrücke mit einseitiger Beinbeugung.

In der Physiotherapie wird zunächst während der Entlastungsphase der restliche Körper weitertrainiert. Danach folgen das Training der Koordination und die langsame Steigerung der Belastung des Fußes, bevor es an die gezielte Kräftigung des Fußes geht.

Wie kann man einem Mittelfußbruch vorbeugen?

Achten Sie auf Ihre Trainingsplanung! Schneller wird man beim Laufen nicht von heute auf morgen, sondern durch eine kontinuierliche und gezielte Steigerung der Trainingsumfänge. Steigern Sie daher Ihr Laufpensum pro Woche um maximal 10 Prozent, damit sich das Muskel-Skelett-System an die Belastung anpassen kann. Regelmäßige Kräftigungsübungen für die Bein- und Fußmuskulatur tragen dazu bei, dass das Fußgewölbe auch für Bergläufe und lange Läufe ausreichend stabilisiert werden kann.

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