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Fußfehlstellung Plattfuß

Gesunde Füße haben nur etwa 20 Prozent der Deutschen Bevölkerung. Der Plattfuß ist ein besonders häufiges Phänomen.

Normalerweise hat der menschliche Fuß ein Längs- und ein Quergewölbe. Beim Barfußlaufen auf weichen Untergründen entstehen deshalb charakteristische halbmondförmige Abdrücke. Bei einem Plattfuß ist das Längsgewölbe nicht vorhanden. Die gesamte Haut der Fußsohle liegt auf dem Boden auf.

Was ist ein Plattfuß?

Bei einem Plattfuß sinkt das Längsgewölbe des Fußes nach unten ab. Es entsteht eine dauerhafte Überpronation, also vermehrte Anhebung des Fußaußenrandes. Diese Fehlstellung ist häufig angeboren.

Welche Symptome treten bei einem Plattfuß auf?

Wenn die Diagnose für einen Plattfuß nicht alleine anhand des reinen Erscheinungsbildes des Fußes zu stellen ist, kann eine Röntgenaufnahme weiterhelfen. Diese zeigt im beschriebenen Fall eine Abflachung des Fußskelettes. Durch die Abflachung des Längsgewölbes wird die Plantarsehne an der Fußsohle dauerhaft gedehnt und es kann weiterlaufen zu einer Reizung des Plantarsehne kommen.

Die Ursachen für einen Plattfuß

Durch bestimmte (Skelett-)Fehlbildungen (z. B. Klumpfuß) können Plattfüße angeboren sein. Auch ein genetisch bedingtes schwaches Bindegewebe kann die Ursache für einen Plattfuß sein, außerdem Entzündungen wie Arthritis oder Arthrose.

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Plattfußes zählt vor allem Übergewicht. Aber auch das ständige Tragen von zu engen oder nicht passgenauen Schuhen kann ein Risiko darstellen.

Funktionell entsteht ein Plattfuß durch eine Schwäche der Gesäßmuskulatur, die das Bein beim Gehen und Laufen in der Standphase nach außen stabilisiert. Ist diese Muskelgruppe zu schwach, dreht das Knie beim Aufsetzen des Fußes nach innen. Weiterlaufend sinkt das innere Fußgewölbe nach innen ab, weil es durch die Muskulatur nicht ausreichend stabilisiert werden kann.

Wie wird ein Plattfuß behandelt?

Viele durch einen Plattfuß hervorgerufenen Beschwerden können durch physiotherapeutische Übungen oder orthopädische Einlagen behoben werden. Orthopädische Einlagen sollten individuell angepasst und auf der Grundlage eines aktuellen Fußabdrucks hergestellt werden. Normalerweise ist es sinnvoll, die Einlagen danach jedes Jahr durch ein aktuelles Paar zu ersetzen.

Durch Kräftigungsübungen für die Fußmuskulatur wird das Längsgewölbe trainiert und so die Grundspannung im Fuß erhöht, um das Gewölbe nach oben anzuheben. Regelmäßiges Barfußlaufen kann die Fußmuskulatur zusätzlich trainieren und stabilisieren. Laufen am Strand eignet sich hierfür hervorragend.

In schwierigen Fällen kann nur eine Operation helfen. Bei angeborenem Plattfuß wird diese meist früh nach der Geburt durchgeführt. Danach ist eine engmaschige Nachbehandlung in der Physiotherapie und Ergotherapie wichtig.

So können Sie einem Plattfuß vorbeugen

Tragen Sie Schuhe, die Ihnen gut passen und die ein ordentlich ausgearbeitetes Fußgewölbe besitzen. Oder lassen Sie die Schuhe einfach mal im Regal und laufen Sie barfuß, um die Fußmuskulatur zu aktivieren.

Welche Übungen helfen beim Plattfuß?

  • Mit dem Fersenheber trainieren Sie die Wadenmuskulatur. Sie aktiviert die Fußgewölbe beim Laufen.
  • Der Gewölbebauer aktiviert die Fußmuskulatur, die das Längsgewölbe anhebt.
  • Der Handlauf im Stütz.aktiviert die tiefe Bauchmuskulatur und gewährleistet eine stabile Ausrichtung des Beckens beim Laufen.
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