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Die besten Übungen gegen Laufverletzungen
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Fußfehlstellung: Plattfuß

Ursache für Laufverletzungen? Fußfehlstellung: Plattfuß

Gesunde Füße haben nur etwa 20 Prozent der Deutschen Bevölkerung. Der Plattfuß ist eine besonders häufige Fehlstellung.

Normalerweise hat der menschliche Fuß ein Längs- und ein Quergewölbe. Beim Barfußlaufen auf weichen Untergründen entstehen deshalb charakteristische halbmondförmige Abdrücke. Bei einem Plattfuß ist das Längsgewölbe nicht vorhanden. Die gesamte Haut der Fußsohle liegt auf dem Boden auf.

Weil unser Körper nicht mithilfe einzelner isolierter Muskeln, sondern durch ganze Muskelketten funktioniert, wird der Plattfuß immer wieder als Ursache für verschiedenste Laufverletzungen diskutiert. Und es stimmt: Abweichende Bewegungsmuster des Fußes können die Belastung für darüberliegende Gelenke wie das Kniegelenk und das Hüftgelenk deutlich erhöhen und damit unter anderem zu Knieschmerzen oder Rückenschmerzen führen. Andersherum kann eine schwache Gesäßmuskulatur das Absinken des inneren Längsgewölbes des Fußes verursachen. Gerade beim Laufen bewirkt die hohe Wiederholungszahl und die schnelle Abfolge der Bewegungen, dass selbst kleine Veränderungen der Belastung zu Laufverletzungen führen können.

Was ist ein Plattfuß?

Bei einem Plattfuß sinkt das innere Längsgewölbe des Fußes nach unten ab. Bei einem erworbenen Plattfuß geschieht das Absinken des Längsgewölbes durch eine dauerhafte und fortlaufende Überdehnung der Plantarfaszie. Es entsteht eine dauerhafte Überpronation, also vermehrte Anhebung des Fußaußenrandes. Dadurch nimmt die Fähigkeit des Fußes ab, seine drei Hauptfunktionen zu erfüllen: Lastverteilung, Stoßdämpfung und Kraftübertragung beim Gehen und Laufen. Ein Plattfuß ist häufig angeboren und betrifft etwa 15 Prozent der deutschen Bevölkerung mit steigender Tendenz.

Wenn die Diagnose für einen Plattfuß nicht alleine anhand des reinen Erscheinungsbildes des Fußes zu stellen ist, kann eine Röntgenaufnahme weiterhelfen. Diese zeigt im beschriebenen Fall eine Abflachung des Fußskelettes.

Welche Symptome treten bei einem Plattfuß auf?

Auf der Grundlage der Funktion des Muskulus Tibialis Posterior, der mittig von der Innenseite des Fußes zur Außenseite des Unterschenkels verläuft, kann man den Plattfuß in vier Stadien einteilen. Während der Plattfuß in Stadium 1 und 2 noch gut beweglich und durch eine physiotherapeutische Behandlung stabilisierbar ist, versteift sich die Fehlstellung in Stadium 3. Im vierten Stadium entsteht im oberen Sprunggelenk eine Absenkung des Sprunggelenkknochens (Talus) nach innen, was eine X-Bein-Stellung der Kniegelenke begünstigt (Genu Valgum). Durch die dauerhafte Überdehnung der Plantarfaszie kann ein Plattfuß zusätzlich zu einer Reizung der Plantarsehne (Plantarfasziitis) führen.

Mit einem einfachen Einbeinstand lässt sich das Risiko für Sprunggelenksverletzungen durch Plattfüße abschätzen. Stellen Sie sich zuerst mit offenen Augen, dann mit geschlossenen Augen auf jeweils ein Bein und versuchen Sie, diese Position mindestens 30 Sekunden lang zu stabilisieren. Halten Sie weniger als 30 Sekunden durch, gilt der Test als positiv und ist ein Indikator für ein erhöhtes Risiko für Sprunggelenksverletzungen wie Bänderzerrungen und Bänderrisse durch Sprunggelenksdistorsion. Studien belegen zudem, dass bei Patienten mit einer Arthrose an der Innenseite des Kniegelenks (Gonarthrose) oft eine Fußfehlstellung im Sinne eines Plattfußes besteht.

Die Ursachen für einen Plattfuß

Durch bestimmte (Skelett-)Fehlbildungen (z. B. Klumpfuß) können Plattfüße angeboren sein. Auch ein genetisch bedingtes schwaches Bindegewebe kann die Ursache für einen Plattfuß sein, außerdem Entzündungen wie Arthritis oder Arthrose.

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Plattfußes zählt vor allem Übergewicht. Aber auch das ständige Tragen von zu engen oder nicht passgenauen Schuhen kann ein Risiko darstellen.

Funktionell entsteht ein Plattfuß durch eine Schwäche der Gesäßmuskulatur, die das Bein beim Gehen und Laufen in der Standphase nach außen stabilisiert. Ist diese Muskelgruppe zu schwach, dreht das Knie beim Aufsetzen des Fußes nach innen. Weiterlaufend sinkt das innere Fußgewölbe nach innen ab, weil es durch die Muskulatur nicht ausreichend stabilisiert werden kann.

Wie wird ein Plattfuß behandelt?

Viele durch einen Plattfuß hervorgerufenen Beschwerden können durch physiotherapeutische Übungen oder orthopädische Einlagen behoben werden. Orthopädische Einlagen sollten individuell angepasst und auf der Grundlage eines aktuellen Fußabdrucks hergestellt werden. Normalerweise ist es sinnvoll, die Einlagen danach jedes Jahr durch ein aktuelles Paar zu ersetzen.

Durch Kräftigungsübungen für die Fußmuskulatur wird das Längsgewölbe trainiert und so die Grundspannung im Fuß erhöht, um das Gewölbe nach oben anzuheben. Regelmäßiges Barfußlaufen kann die Fußmuskulatur zusätzlich trainieren und stabilisieren. Laufen am Strand eignet sich hierfür hervorragend.

In schwierigen Fällen kann nur eine Operation helfen. Bei angeborenem Plattfuß wird diese meist früh nach der Geburt durchgeführt. Danach ist eine engmaschige Nachbehandlung in der Physiotherapie und Ergotherapie wichtig.

So können Sie einem Plattfuß vorbeugen

Tragen Sie Schuhe, die Ihnen gut passen und die ein ordentlich ausgearbeitetes Fußgewölbe besitzen. Oder lassen Sie die Schuhe einfach mal im Regal und laufen Sie barfuß, um die Fußmuskulatur zu aktivieren.

Welche Übungen helfen beim Plattfuß?

Mit dem Fersenheber trainieren Sie die Wadenmuskulatur. Sie aktiviert die Fußgewölbe beim Laufen.

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Der Gewölbebauer aktiviert die Fußmuskulatur, die das Längsgewölbe anhebt.

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Die Ballbrücke mit einseitiger Beinbeugung kräftigt die Gesäßmuskulatur und die hintere Oberschenkelmuskulatur.

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Der Handlauf im Stütz.aktiviert die tiefe Bauchmuskulatur und gewährleistet eine stabile Ausrichtung des Beckens beim Laufen.

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