Knee painful - skeleton x-ray. iStockphoto

Schwindende Stoßdämpfer Arthrose

Arthrose ist eine Erkrankung, die in jedem Gelenk vorkommen kann. Knie-, Hüft-, Hand- und Fingergelenke sind am häufigsten von Arthrose betroffen.

Erhöht Laufen das Risiko für Arthrose?

Das Märchen, Laufen verursache Arthrose, hält sich hartnäckig. Allerdings finden sich unter den 15 Millionen Bundesbürgern, die unter Arthrose leiden, kaum Läufer. Studien zeigen, dass das allgemeine Risiko, an Arthrose zu erkranken, für Sportler niedriger ist als für inaktive Personen – selbst dann, wenn man die höhere Verletzungsrate bei Sportlern und die damit einhergehenden Verletzungen des Knorpelgewebes berücksichtigt. Der Grund dafür könnte eine überdurchschnittlich ausgeprägte Muskulatur sein, die die Gelenke stabilisiert und somit den Knorpel besser vor Überbelastung schützt. Diese präventive Wirkung fällt allerdings weg, sobald ein Läufer, der längere Zeit aufgrund einer Verletzung oder Zeitmangel nicht trainiert hat, plötzlich wieder ins Training einsteigt. Dann besteht die Gefahr, dass das Gleichgewicht zwischen Belastung und Belastbarkeit des Knorpels zu sehr voneinander abweicht. In solchen Fällen steigt das Risiko für die Entstehung einer Arthrose.

Ob leistungsorientierter Laufsport das Risiko für Knorpelschäden und eine dadurch verursachte Arthrose erhöht, ist umstritten. Man geht allerdings davon aus, dass Lauftraining im Grundlagenbereich eher präventiv wirkt, da durch die Druck- und Zugbelastung der Gelenke eine bessere Versorgung des nicht durchbluteten Knorpelgewebes gewährleistet ist. Trotzdem scheint Osteoarthritis heutzutage häufiger aufzutreten, was meist darauf zurückgeführt wird, dass unsere Gesellschaft immer schwerer und älter wird.

Welchen Einfluss hat Laufen auf den Gelenkknorpel speziell im Kniegelenk?

Ob die Entstehung von Arthrose im Kniegelenk durch sportliche Aktivität begünstigt wird, ist Gegenstand aktueller Diskussionen. Regelmäßige Belastung trainiert aus biomechanischer Sicht die Muskulatur des Kniegelenks, die Oberschenkelmuskulatur sowie die Wadenmuskulatur und schult die Koordination. Das wiederum verbessert die Gelenkstabilität und hat positive Auswirkungen auf den Gelenkknorpel im Sinne einer Entlastung bei äußerer Krafteinwirkung.

Moderates Training von fünf Stunden pro Woche oder 40 Stunden pro Monat führt Wissenschaftlern zufolge zu einer besseren Gelenkfunktion, also besserer Beweglichkeit und Stabilität. Dieser positive Effekt verringert sich jedoch im Hochleistungssport. So besteht bei Ausdauersportlern mit zunehmender Streckenlänge ein erhöhtes Risiko für ein Defizit der muskulären Stabilität (zum Beispiel beim Marathon oder bei langen Etappenläufen). Dadurch werden Fehlstellungen der Beine und eine asymmetrische Kraftverteilung der Muskeln begünstigt. Sie kennen das selbst von Ausdauerwettkämpfen: Viele Läufer starten mit einem nahezu einwandfreien Laufstil auf die ersten Kilometer. Nach etwa zehn bis 15 Kilometern wird jedoch der Rücken rund, die Hüfte knickt ein und die Knie fallen bei jedem Schritt ein wenig mehr nach innen. Die Belastung beim Auftreten zentriert sich dann in einem bestimmten Bereich des Kniegelenks und führt zu Spitzenbelastungen einzelner Strukturen.

Stellen Sie sich Knorpelgewebe wie eine flexible Matte aus Moosgummi vor, die auf die Gelenkflächen geklebt und mit Vaseline eingeschmiert wurde. Die Hauptbestandteile des hyalinen Knorpelgewebes sind Wasser, knorpelspezifische Zellen und Kollagen. Aus biochemischer Sicht kann sportliche Belastung die Herstellung von knorpelspezifischen Zellen erhöhen. Das Knorpelgewebe wird dadurch auf biomechanischer Ebene belastbarer, kann also stärkeren Belastungen standhalten. Dies gilt jedoch nicht für Personen, die ihre Kniegelenke nach längerer inaktiver Phase wieder einer Laufbelastung aussetzen. Eine erschöpfende Trainingseinheit wirkt sich in diesen Fällen negativ auf die Syntheserate knorpelspezifischer Zellen aus. Merke also: Auch Knorpelgewebe muss durch Training an steigende Belastungen gewöhnt werden.

Wofür ist der Gelenkknorpel wichtig?

Eine intakte Knorpelstruktur ist die Voraussetzung für optimale biomechanische Verhältnisse und reibungslose Bewegungsabläufe eines Gelenks. Der hyaline Knorpel gewährleistet unter statischen und dynamischen Bedingungen, also in Ruhe und Bewegung, das reibungsarme Gleiten der Gelenkflächen aneinander und übereinander. Außerdem ermöglicht es die Absorption sowie die gleichmäßige Übertragung von Scher- und Kompressionskräften auf den darunterliegenden Knochen.

Wenn Sie also beim Laufen mit dem Fuß aufkommen, federn Sie die Druckbelastung zuerst mit der voraktivierten Beinmuskulatur ab, während der Gelenkknorpel als Stoßdämpfer die Belastung der Knochen schützt. Für die ganz Wissbegierigen: Hyaliner Gelenkknorpel dient als Stoßdämpfer gegen Druckbelastungen. Im Gegensatz dazu ist Faserknorpel, woraus beispielsweise die Meniski im Kniegelenk bestehen, für den Widerstand gegen Zugkräfte konzipiert.

Woraus besteht Gelenkknorpel und wie ist der Gelenkknorpel aufgebaut?

Der hyaline Gelenkknorpel lässt sich je nach Literatur in drei bzw. vier übereinanderliegende Zonen unterteilen. Es handelt sich um ein komplexes Stützgewebe, das zwei gelenkbildende Knochen auf den Flächen überzieht, die bei Bewegungen aneinander gleiten. Im Kniegelenk ist die Knorpelschicht zwei bis fünf Millimeter dick. Hyaliner Gelenkknorpel besteht aus Knorpelzellen (Chondrozyten) und Knorpelmatrix. Die Hauptbestandteile des Knorpelgewebes sind Wasser, knorpelspezifische Zellen und Kollagen. Lediglich zwei bis vier Prozent des Gewebevolumens stellen Knorpelzellen dar.

Hyaliner Knorpel hat keine Nerven, sodass weder Schmerz noch Ermüdung wahrgenommen werden können. Eine weitere Besonderheit des Knorpels ist die fehlende Lymphgefäß- und Blutversorgung. Daher kann die Nährstoffversorgung nur mithilfe der Gelenkflüssigkeit (Synovia), die sich zwischen den Gelenkflächen befindet, erfolgen. Allerdings besitzt hyaliner Gelenkknorpel nur eine sehr geringe und langsame Durchlässigkeit für diese Flüssigkeit. Dadurch ist der Knorpel anfällig für eine Minderversorgung.

Durch knorpelspezifische Zellen kann Knorpelgewebe Wasser aufnehmen und abgeben. Dadurch ist eine Verformung des Knorpels möglich. So kann sich das Knorpelgewebe an die Belastungen beim Laufen anpassen.

Die mechanische Stimulation des Knorpels durch Belastung ist für den Knorpelstoffwechsel aufgrund der fehlenden Durchblutung von großer Wichtigkeit. Während kontinuierliche Belastung zu einer vermehrten Produktion von knorpelspezifischen Zellen führt, nimmt die Konzentration selbiger im Knorpelgewebe bei fehlender Belastung ab. Die Folge ist eine geringere Belastbarkeit. Lange Spaziergänge und Laufeinheiten im Grundlagenbereich führen somit zu einer Verbesserung des Knorpelstoffwechsels und erhöhen die Belastbarkeit des Knorpelgewebes beispielsweise in Knie- und Hüftgelenk.

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und einem Knorpelschaden?

Obwohl es sich sowohl bei Arthrose als auch beim Knorpelschaden um eine Verletzung des Knorpelgewebes handelt, gibt es Unterschiede zwischen diesen Krankheitsbildern. Knorpelschäden sind umschriebene Defekte der Knorpeloberfläche bei ansonsten intakter Gelenkknorpelumgebung. Es ist also nur ein punktueller Bereich des Knorpels verletzt. Knorpelschäden entstehen meiste durch ein traumatisches Ereignis in Kombination mit einer Verletzung des Band- und Stützapparates. Das kommt häufig bei einem Kreuzbandriss im Kniegelenk vor, bei dem das Kniegelenk bei feststehendem Fuß nach innen verdreht wird oder bei einer Sprunggelenksdistorsion oder einem traumatisch bedingten Bänderriss im Sprunggelenk.

Im Gegensatz zu den klar abgrenzbaren isolierten Knorpelschäden zeigen sich bei einer Arthrose meist flächige Defekte des Knorpels mit diffusem Defektrand. Mit fortschreitender Destruktion kommt es zu einem vollständigen Verlust des Knorpelgewebes, sodass der Knochen darunter freiliegt. Man spricht dann auch von einer Knorpelglatze. Grundsätzlich ist jeder Knorpelschaden als eine Präarthrose, also als eine Verletzung zu werten, die zu Arthrose führen kann. Knorpelschäden im Kniegelenk beispielsweise begünstigen nachweislich die frühzeitige Entstehung von Gonarthrose (Arthrose im Kniegelenk).

Was sind Symptome und Folgen von Arthrose?

Die gesunde Knorpelschicht der Gelenke, die als „Stoßdämpfer“ fungiert und eine reibungslose Bewegung ermöglicht, wird bei einer Arthrose immer dünner, bis sie sich fast komplett auflöst. Dadurch reiben die Knochenenden ungeschützt aufeinander, was erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im betroffenen Gelenk verursachen kann. Das Knorpelgewebe wird nicht durchblutet und ist nicht schmerzempfindlich. Die auftretenden Schmerzen entstehen am Knochen und in den umliegenden Muskel- und Bandstrukturen.

Arthrose zeichnet sich durch Anlaufschmerzen aus, die am Morgen nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen am stärksten sind. Beim Aufstehen kann beispielsweise das Kniegelenk zuerst nur schwer gestreckt werden und schmerzt beim Auftreten. Bei kontinuierlicher gleichmäßiger Bewegung nehmen die Schmerzen langsam ab. Arthrose im Knie- und Hüftgelenk erschwert zudem häufig das Treppelaufen, vor allem beim Hinuntergehen. Arthrotische Gelenke reagieren sehr empfindlich auf Berührungen und manuellen Druck. Außerdem können eine Instabilität des Gelenks und ein Gelenkerguss auf Arthrose hindeuten.

Knieschmerzen müssen nicht zwingend auf Arthrose hindeuten. Auch bei muskulären Dysbalancen können Schmerzen im Kniegelenk auftreten, die durch gleichmäßiges und moderates Bewegen abnehmen. Wichtig ist es außerdem, eine Entzündung des Kniegelenks auszuschließen, die durch eine Punktierung des Gelenks und eine Cortison-Injektion ausheilen könnte und danach häufig keiner weiteren lokalen Behandlung bedarf.

Mit Arthrose häufig einhergehende Erkrankungen (Ko-Morbiditäten) sind Diabetes Mellitus, Depressionen, Magengeschwüre, Nierenerkrankungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Wichtig bei der ärztlichen Anamnese ist dann, dass Sie den behandelnden Arzt über alle Medikamente informieren, die Sie einnehmen.

Was sind die Ursachen von Arthrose?

Die Arthrose wird heute nicht mehr als eine rein degenerative Verschleißerkrankung angesehen, die durch eine altersbedingte Abnutzung der Gelenkflächen entsteht. Da es sich um eine multikausale Erkrankung mit vielen verschiedenen möglichen Ursachen handelt, gehen arthrotische Knorpeldefekte mit Veränderungen aller umliegenden gelenkbildenden Strukturen einher. Dazu zählen die Gelenkflüssigkeit (Synovialis), die Knochen, Bänder, die Gelenkkapsel und alle gelenknahen Muskeln.

Der Unterschied zwischen primärer und sekundärer Arthrose

Man unterscheidet die primäre und die sekundäre Arthrose. Die Ursachen für eine primäre Arthrose, die ohne ein vorhergehendes Trauma entsteht, können neben anatomische Abweichungen auch Störungen des Knorpelstoffwechsels sowie genetische Faktoren sein. Anatomische Abweichungen der Knochen, die ein Gelenk bilden, führen zu dauerhafter Überbelastung eines Knorpelbereichs und dadurch zur Arthrose.

Eine sekundäre Arthrose wird vor allem durch Traumen wie Sportverletzungen, aber auch durch Übergewicht (Adipositas), Infektionen, rheumatische Erkrankungen oder eine dauerhafte Fehlbelastung eines Gelenks hervorgerufen. Eine Arthrose kann auch infolge eines Unfalls oder aufgrund von anatomischen Fehlstellungen wie O-Beinen (Genu varum) entstehen. Jedoch zählen Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung, die zur Übersäuerung des Organismus führt, zu den Hauptursachen von Arthrose.

Kann Gelenkknorpel wieder heilen?

Hyaliner Gelenkknorpel besitzt kaum Regenerationspotential. Er bildet nur dann Reparaturgewebe aus, wenn die Verletzung des Knorpels bis in den Knochen hineinreicht. Durch eine Einblutung aus dem Knochengewebe bildet sich dann ein Ersatzgewebe. Dieses Gewebe ist auf straffem Bindegewebe basierender Faserknorpel. Dieser weist jedoch sowohl biochemisch als auch biomechanisch eine deutlich schlechtere Funktionalität auf als der ursprüngliche hyaline Gelenkknorpel und ist damit anfälliger für weitere Verletzungen. Ein kurzer Blick zurück: Hyaliner Knorpel ist auf Druckbelastungen spezialisiert, Faserknorpel jedoch auf Zugbelastungen. Damit schützt Faserknorpel den Knochen auf den Gelenkflächen natürlich schlechter als hyaliner Knorpel, weil die stoßdämpfende Funktion fehlt.

Wer stellt Arthrose fest?

Arthrose wird von einem Orthopäden mithilfe von Blutuntersuchungen und bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztherapie (MRT) oder in der Computertomographie (CT) diagnostiziert, wobei hier häufig vor allem Folgesymptome und -erkrankungen der Arthrose sichtbar werden. Entzündungen als Ausschlussdiagnose lassen sich im Ultraschall darstellen. Ausschlaggebend für die Diagnose "Arthrose" ist jedoch das Vorhandensein der Schlüsselsymptome, die von der European League Against Rheumatism (EULAR) festgelegt wurden: Knochenreiben und damit einhergehender Schmerz, Bewegungseinschränkungen im betroffenen Gelenk, die nach dem Aufstehen weniger als 30 Minuten anhalten sowie eine Vergrößerung des Knochens und die mangelhafte Funktion des betroffenen Gelenks.

Was hilft gegen Arthrose? Die Behandlung

Das Zauberwort heißt: Bewegung. Kontinuierliche Bewegung für mindestens 30 Minuten pro Tag verbessert die Ernährungssituation des vorhandenen Korpelgewebes. Gezieltes Krafttraining in einem Fitnessstudio unter professioneller Aufsicht hilft Ihnen, die umliegende Muskulatur des betroffenen Gelenks zu stabilisieren und damit das Knorpelgewebe zu entlasten. Eine ausführliche Befundung bei einem Physiotherapeuten kann Asymmetrien in der Muskulatur aufdecken. Mit einem daraus abgeleiteten Übungsprogramm können Sie muskulären Defiziten langfristig entgegenwirken. Einige Krankenkassen bieten bei Arthrose im Knie- und Hüftgelenk sowie in der Wirbelsäule bereits OP-Vermeidungsprogramme (z. B. von der DAAG (Deutsche Arzt AG)) an, die von Ärzten in Kooperation mit Physiotherapiepraxen und Rehaeinrichtungen durchgeführt werden.

Bei Übergewicht oder Adipositas heiß es: abnehmen, aber mit Köpfchen, denn: Wer sein Gewicht zu schnell reduziert, verliert auch Muskelmasse. Eine sinnvolle Kombination aus gewichtsreduzierender Ernährung, Bewegung und Kraftübungen bringt Sie am schnellsten ans Ziel. Die Gewichtsreduktion verlangsamt den arthrotischen Prozess, während Bewegung den Knorpelstoffwechsel fördert und Kraftübungen die Stabilisation des Gelenks verbessern.

Nahrungsergänzungsmittel wie Chrondroitinsulfat und Glucosamine, die beim Knorpelaufbau helfen sollen, machen nur dann Sinn, wenn Sie bereits über die Grundursache der Arthrose Bescheid wissen. Die Wirkung von Hyaluronspritzen ist, unter anderem aufgrund der recht hohen Infektionsrate, recht umstritten und nicht sicher belegt.

Falls die Arthrose so weit vorangeschritten ist, dass bereits kleine Bewegungen extreme Schmerzen auslösen, sollten Sie das Training ins Wasser verlagern. Beim Aquajoggen können Sie Ihre Muskulatur trainieren, ohne das Gelenk mit Ihrem Körpergewicht zu belasten. Gehen Sie einfach mit einem Aquajogging-Gürtel 30 bis 45 Minuten im Wasser joggen oder informieren Sie sich über Kurse in einem Schwimmbad in Ihrer Nähe.

Wenn der Knorpel komplett geschädigt ist und der Knochen nicht mehr geschützt werden kann, ist ein künstlicher Gelenkersatz das Therapiemittel der Wahl. In einer Operation wird das komplette Gelenk oder einzelne Teile davon künstlich ersetzt. Eine solche Operation sollte sorgfältig durchdacht werden, da Totalendoprothesen nur eine begrenzte Lebensdauer haben und nach etwa 15 Jahren in einer weiteren Operation ausgetauscht werden müssen.

Helfen Einlagen bei Arthrose?

Schuheinlagen können die Belastung des Sprunggelenks, des Kniegelenks und des Hüftgelenks positiv verändern und das von Arthrose betroffene Gelenk entlasten. Generell erhöhen hochhackige Schuhe oder Laufschuhe mit starker Sprengung eher die Belastung des Kniegelenks. Keilförmige Einlagen an der Innen- oder Außenseite des Schuhs können den betroffenen Bereich bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) Studien zufolge entlasten und somit zu einer Verbesserung der Schmerzen beitragen. Bei Läufern können sensomotorische Einlagen zu einer besseren Muskelfunktion der Beinmuskeln führen und so Knie- und Hüftgelenke entlasten.

Welche Übungen helfen bei Arthrose?

Bei Arthrose im Kniegelenk und Hüftgelenk können Sie die Schmerzen langfristig lindern, indem Sie die Beinmuskulatur kräftigen und die Beine so viel wie möglich bewegen. Je nachdem wie stark Ihre Schmerzen und die damit einhergehende Beeinträchtigung sind, können Sie Kniebeugen, Ausfallschritte mit Armheben, die Brücke mit Kniebeugung, seitliche Ausfallschritte oder die Standwaage zur Kräftigung durchführen. Trainingsgeräte wie das Miniband unterstützen Sie bei der Kräftigung der Hüft- und Wadenmuskulatur.

Bei arthrotischen Veränderungen in der Wirbelsäule helfen die Stabilisation der Rumpfmuskulatur und eine regelmäßige Mobilisation der Wirbelsäule bei der Linderung der Schmerzen. Integrieren Sie Übungen wie Einrollen und Ausrollen, Diagonales Anheben von Arm und Bein, Rumpfdrehen oder den Rückenstrecker in Ihr tägliches Übungsprogramm. Wichtig ist, dass Sie lernen, Ihre Bauch- und Rückenmuskulatur gezielt anzusteuern und im Alltag zu nutzen. Die Übung Gezielte Rumpfaktivierung kann Ihnen dabei helfen.

So können Sie Arthrose vorbeugen

Bewegung und die richtige (ausgewogene) Ernährung können einer Arthrose vorbeugen. Jedes Kilogramm Körpergewicht, das die Gelenke weniger zu tragen haben, mindert das Risiko. Die Gelenke können sich nur aufgrund von Bewegung ernähren. Daher tun Sie Gutes, wenn Sie Ihr Leben mit sportlichen Aktivitäten bereichern – 30 Minuten Bewegung täglich wirken Wunder – nicht nur bei Arthrose.

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