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Experten geben Rat Dicke Beine vom Laufen – Ist das normal?

Laufen stärkt die Muskulatur. Ist es deswegen normal, dass Läufer dickere Beine haben? Unser Experte gibt eine Antwort.

Viele Laufanfänger stellen nach einiger Zeit des regelmäßigen Trainings fest, dass ihre Oberschenkel und Waden kräftiger geworden sind. Während sich einige über die neue Muskelmasse freuen, stören sich andere an nun zu engen Hosen. Unser Experte Thomas Steffens – ehemals Chefredakteur von Runner’s World – beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Läuferbeine.

Was bewirkt regelmäßiges Laufen an den Beinen?

Wer regelmäßig Sport treibt, entwickelt dabei auch Muskulatur. Beim Laufen verrichten die Beine Hubarbeit und es entwickelt sich eine entsprechende Muskulatur, die diese Arbeit optimal leisten kann. Folge: Die Muskulatur an Oberschenkeln und den Waden wird kräftiger. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass es typenabhängig ist, wie sich Muskeln entwickeln. Manche Menschen tendieren eher zu breiten Muskeln, andere zu langen. Daraus ergibt sich, ob das Bein eher dünn oder dicker wird. Zudem kommt es bei Ausdauersport zu einem erhöhten Energieverbrauch. Daraus resultiert ein definierterer Körper wodurch die Muskeln sichtbarer werden.

Wie kann ich schöne, dünne Beine bekommen?

Ein reduziertes Lauftempo fordert die Muskulatur in Waden und Oberschenkeln etwas weniger, ob sichtbar weniger, lässt sich im Vorwege nicht ermessen. Eine andere Möglichkeit ist Ausdauersport mit etwas Krafttraining kombiniert. Das führt zu einem festeren Gefühl zum Beispeil in den Beinen. Aber, auch hier nimmt der Muskelquerschnitt zu.

Wenn Sie wirklich dünne Beine haben wollen, müssen Sie mit dem Sport aufhören, außerdem dürfen Sie nichts mehr essen. Doch im Ernst: Wenn es Ihnen nur darum geht, dass Sie dünnere Beine haben wollen, dann ist Laufen der falsche Sport für Sie. Gehen Sie lieber Schwimmen. Wenn Sie allerdings zu intensiv schwimmen, bekommen Sie eventuell dickere Oberarme.

Fazit: Der Körperbau lässt sich nicht verändern

Sie müssen sich entscheiden, ob Sie deshalb Sport treiben, weil Sie Ihren Körper in eine bestimmte Form bringen wollen oder deshalb, weil es gesund ist und Sie sich dabei wohl fühlen. Für die meisten Menschen kommt das eine mit dem anderen. Schließlich sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass trotz allem, was sich heute in Sachen Körper-Idealbild durch Sport, aber auch durch ärztliche Eingriffe erreichen lässt, sich gewisse Grundmuster der Körperstatur nicht verändern lassen. Wer 1,60 m groß ist und eine robuste Skelettstruktur besitzt, wird nie ein langbeiniger Model-Typ, und ein Mann mit 1,95 und kräftiger Statur wohl nie ein idealgewichtiger Champion, der den Marathon schneller als 2:20 Stunden läuft.

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