Halbmarathon-Zeit berechnen: So findest du dein Zeitziel

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Halbmarathon-Zielzeit berechnen

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 02.07.2026
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Halbmarathon-Zielzeit berechnen
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Du möchtest bald einen Halbmarathon laufen, aber bist dir noch unsicher, welche Zielzeit du anvisieren sollst? Wenn du deine Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen kannst, wird es dir leichter fallen, den passenden Trainingsplan zu wählen, beim Start im richtigen Startblock zu stehen und im Wettkampf das richtige Tempo zu treffen. Nur so kannst du das Optimum aus deinem Rennen herausholen. Hier erfährst du, wie du eine realistische Zielzeit für deinen nächsten Halbmarathon bestimmst.

Warum die richtige Halbmarathon-Zielzeit so wichtig ist

Vielleicht ist es dir sogar schon passiert: Du hast dich für einen Wettkampf angemeldet und bist „einfach drauflos gelaufen“. Das kann zwar funktionieren – kann aber auch ganz schön nach hinten losgehen. Vor allem bei längeren Distanzen ist es alles andere als clever, ohne Zeitplan loszulaufen.

Wer kennt das nicht: Im Startbereich steht dein Körper voller Adrenalin. Sobald der Startschuss fällt, möchtest du einfach nur noch rennen. Das Publikum am Streckenrand feuert dich an und du läufst ein Tempo an, das du wahrscheinlich nicht über die Halbmarathon-Distanz halten kannst. Diese Überanstrengung wird dich zu einem späteren Zeitpunkt im Rennen höchstwahrscheinlich einholen und im schlimmsten Fall wirst du einbrechen und dein Tempo drastisch drosseln müssen.

Damit dir das nicht passiert, solltest du deine realistische Zielzeit und das dementsprechende Tempo kennen. So kannst du konsequent das Tempo einhalten, das dein Körper imstande ist, über die kompletten 21,1 Kilometer zu halten. Natürlich kann auch das Gegenteil der Fall sein: Läufst du zu langsam los und merkst erst auf der Zielgeraden, was noch in dir steckt, kannst du zwar die Zuschauer mit einem grandiosen Endspurt überzeugen, trauerst aber vermutlich im Ziel den verlorenen Minuten nach, die du vorher hättest schneller sein können. Eine realistische Laufzeitprognose ist daher für den Halbmarathon-Erfolg entscheidend. Das gilt gerade für Anfänger und Hobbyläuferinnen, die bislang nicht so viele Wettkampfergebnisse als Vergleichsmaßstab haben.

Welche Faktoren die Halbmarathonzeit beeinflussen

Natürlich hängt deine Halbmarathonzeit von verschiedenen Faktoren ab. Hier erfährst du, von welchen Komponenten deine Leistung abhängig ist.

1. Aktueller Trainingsstand und Fitnessniveau

Der mit Abstand wichtigste Faktor ist dein derzeitiger körperlicher Zustand. Je besser deine Grundlagenausdauer ausgeprägt ist, desto leichter kannst du ein gleichmäßiges Tempo über 21,1 Kilometer halten. Wer regelmäßig längere Einheiten läuft und durch Tempoläufe oder Intervalltraining auch an seiner Schnelligkeit arbeitet, kann deutlich ambitioniertere Zielzeiten anstreben. Auch die Trainingsqualität spielt eine Rolle: Ein durchdachter Trainingsplan mit Erholungsphasen, Progression und Variation bringt dir mehr als das „einfach-drauflos-Laufen“.

2. Körperliche und genetische Voraussetzungen

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt sind deine natürlichen körperlichen Gegebenheiten. Dein Körperbau, dein Gewicht und die Zusammensetzung von Muskel- und Fettmasse beeinflussen, wie ökonomisch du läufst. Die VO₂max – also die maximale Sauerstoffaufnahme, die dein Körper bei Belastung nutzen kann – ist ein guter Indikator für deine Ausdauerleistungsfähigkeit. Dazu kommt die Fähigkeit deines Körpers, Laktat zu tolerieren und effizient abzubauen. Diese genetisch beeinflussten Faktoren setzen individuelle Grenzen – können aber durch Training durchaus verbessert oder ausgeglichen werden.

3. Alter und Geschlecht

Männer und Frauen weisen im Durchschnitt unterschiedliche physiologische Voraussetzungen auf. Dazu zählen vor allem die Muskelmasse, die maximale Sauerstoffaufnahme und der Hormonspiegel. Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Laufleistung aus. Natürlich beeinflusst auch dein Alter deine Leistungsfähigkeit. Während Läuferinnen in ihren 20ern bis frühen 30ern oft ihr Leistungshoch erreichen, nimmt die Ausdauer- und Tempoleistung ab etwa dem 35. Lebensjahr allmählich ab. Wenn du also deine realistische Halbmarathon-Zielzeit berechnen möchtest, solltest du auch immer dein Alter berücksichtigen. Für Frauen gilt zudem, dass es sinnvoll ist, das Training (und falls möglich, auch den Wettkampftag) an den Zyklus anzupassen.

4. Ernährung und Regeneration

Ob du dein Ziel erreichst, hängt nicht nur von deinem Training ab, sondern auch davon, wie du dich davor, währenddessen und danach versorgst. Ausgewogene Ernährung für gefüllte Glykogenspeicher sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und während des Laufs sind entscheidend. Ebenso wichtig ist die Regeneration: Nur wer seinem Körper Zeit zur Erholung gibt – durch Schlaf, Ruhetage und gezielte Regenerationseinheiten – kann langfristig Fortschritte machen und Verletzungen vermeiden.

5. Äußere Bedingungen

Auch die besten körperlichen Voraussetzungen nützen wenig, wenn das Wetter nicht mitspielt. Hitze, Kälte, Wind oder hohe Luftfeuchtigkeit können die Leistungsfähigkeit stark beeinflussen. Auch das Streckenprofil spielt eine Rolle: Eine flache, gut asphaltierte Strecke ist deutlich schneller als ein hügeliger oder gar trailartiger Kurs. Hinzu kommen organisatorische Faktoren wie die Versorgungslage, Zuschauerunterstützung oder der allgemeine Ablauf des Rennens – all das kann Motivation und Tempo beeinflussen.

6. Mindset am Wettkampftag

Nicht zu unterschätzen ist zudem deine mentale Stärke. Oft entscheidet sich ein Rennen im Kopf – besonders im letzten Drittel. Die Fähigkeit, auch bei Müdigkeit dranzubleiben, ist trainierbar und kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Auch deine Renntaktik spielt eine große Rolle: Wer zu schnell startet, wird später oft mit Tempoeinbruch und Frustration bestraft. Erfahrene Läuferinnen setzen auf ein gleichmäßiges Tempo oder sogar einen negativen Split (zweite Hälfte schneller als die erste). Wer seine Kräfte richtig einteilt, hat am Ende mehr Reserven – körperlich und mental.

7. Renntaktik

Um den Halbmarathon erfolgreich zu absolvieren, ist natürlich auch eine gute Renntaktik entscheidend. Achte deshalb auf eine möglichst gleichmäßige Belastung über die gesamten 21,1 Kilometer. Idealerweise hältst du die Intensität über die gesamte Zeit konstant oder schaffst es sogar, diese im letzten Renndrittel noch leicht zu steigern. Wichtig ist auch, dass du dein Tempo taktisch an das jeweilige Streckenprofil anpasst. Bergauf solltest du etwas langsamer laufen, um eine vorzeitige Übersäuerung der Muskulatur zu vermeiden, und bergab kannst du das Tempo dann wieder erhöhen. In unserem Artikel „Die beste Halbmarathon-Taktik” erhältst du weitere Tipps, wie du deine Kräfte am besten einteilst.

Methoden zur Berechnung der Halbmarathon-Zielzeit

Kommen wir jetzt aber zur Berechnung der Zielzeit. Ein realistisches Zeitziel kannst du dir anhand der Ergebnisse, die du auf anderen Distanzen erzielt hast, errechnen. Die Frage nach der Berechnung von Zeitzielen auf verschiedenen Laufdistanzen stellen sich Läuferinnen und Läufer schon, seit Rennen gelaufen werden.

Wissenschaftlich damit auseinandergesetzt hat sich damit erstmals der englische Leistungsphysiologe Archibald Vivian Hill. Aus der einfachen Berechnung wurde schnell ein mathematisches Fragespielchen, was schließlich zu den verschiedensten Formeln und Tabellen führte. In den Siebzigerjahren publizierte der Marathonläufer und Journalist Manfred Steffny die Formel „10-Kilometer-Bestzeit mal Faktor 4,6 ist gleich Marathon-Zeit“. Im Folgenden stellen wir die meistgenutzten Methoden zur Berechnung der Halbmarathon-Zielzeit dar.

Riegel-Formel

Am umfassendsten sind die Formeln des Amerikaners Pete Riegel. Riegel fand heraus, dass der Logarithmus der Weltrekordzeiten bezogen auf den Logarithmus der jeweiligen Laufdistanzen eine gerade Linie ergab. Klingt kompliziert, ist aber praktisch. Damit konnte man aufgrund der Weltrekordzeiten einer Distanz die Weltrekorde auf anderen Distanzen gut vorhersagen.

Was das nun mit dir und deiner Zielzeit-Berechnung zu tun hat? Riegel fand – vereinfacht dargestellt – auch heraus, dass jeder Läufer und jede Läuferin auf Strecken von 1.500 Metern bis Marathon Leistungen bringt, die sich in einem konstanten prozentualen Verhältnis zu den Weltrekordleistungen bewegen. Beispiel: Läuft eine Läuferin die 10 Kilometer in einem Tempo, das 75 Prozent des Weltrekordtempos entspricht, ist sie dazu auch über 1.500 Meter wie über die Marathondistanz in der Lage. Dies bedeutet: Persönliche Bestzeiten auf einer Distanz machen persönliche Bestzeiten auf anderen Distanzen vorhersagbar.

Natürlich gibt es auch Abweichungen. Läufer über 40 Jahre neigen zum Beispiel dazu, mit einem zunehmend höheren Prozentsatz im Verhältnis zum Weltrekord zu laufen, je länger die Wettkampfdistanz wird. Mit anderen Worten: Du bekommst mit steigendem Alter Probleme, eine adäquate Leistung auf kürzeren Distanzen zu erbringen. Aber bevor es noch komplizierter wird, lassen wir doch lieber Fakten sprechen.

Folgende Faktoren dienen nach Riegel zur Berechnung einer realistischen Halbmarathon-Zielzeit aufgrund von Ergebnissen über andere Laufdistanzen:

  • aktuelle 5-Kilometer-Bestzeit x 4,667 = realistische Halbmarathon-Endzeit
  • aktuelle 10-Kilometer-Bestzeit x 2,223 = realistische Halbmarathon-Endzeit
  • aktuelle Marathon-Bestzeit x 0,476 = realistische Halbmarathon-Endzeit

Die grundlegende mathematische Formel ist knifflig, die Anwendung aber glücklicherweise einfach. Allerdings ist auch Vorsicht angebracht: Es gibt einige Einflüsse, die die Berechnung der Zeiten negativ beeinflussen können. Und: Die Berechnung geht davon aus, dass dann auch tatsächlich ein gezieltes Training für die Zielzeit mit ausreichend Laufkilometern stattfindet.

Heißt also: Die Rechenergebnisse verdeutlichen nur dein Leistungsvermögen, nicht unbedingt den aktuellen Leistungsstand. Wer zum Beispiel ein 10-Kilometer-Ergebnis aus der Vorbereitungsperiode auf den Halbmarathon zugrunde legt, sollte bedenken, dass er sich ja nicht speziell auf dieses 10-Kilometer-Rennen vorbereitet hat, sondern eben auf einen Halbmarathon. Er darf von der errechneten Halbmarathonzeit ruhig ein wenig abziehen. Andererseits nützt die beste 10-Kilometer-Zeit nichts, wenn man in der Vorbereitung auf einen Halbmarathon nicht gewisse Kilometerumfänge in das Trainingsprogramm einbaut.

Am einfachsten: Zielzeit mit Zeitrechner bestimmen

Falls du nicht selbst rechnen willst: Hier findest du unseren Laufzeitenrechner. Damit bestimmst du nicht nur eine realistische Zielzeit für deinen Halbmarathon, sondern erhältst auch eine Liste aller Zwischenzeiten.

Bitte gib hier deine Daten ein:

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Aktuelle Bestzeiten
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5-km-Lauf
10-km-Lauf
Halbmarathon
Marathon
Berechnen

Wähle den Plan mit der Zielzeit, die am nächsten an deiner realistischen Wettkampfzeit liegt, die der Rechner dir ausgegeben hat. Wenn du genau dazwischen liegst, entscheide nach deinem Ehrgeiz. Wenn du es richtig wissen willst und dich herausfordern möchtest, nimm den schnelleren Plan. Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, wählst du den langsameren. Tempoläufe beim Intervalltraining und das Renntempo bei den Tempodauerläufen kannst du dann noch an deine genaue Wettkampfzeit anpassen, indem du unseren Puls- und Pace-Rechner und unseren Intervalltrainings-Rechner zurate ziehst.

Halbmarathon-Zielzeit aus der 5-km-Zeit berechnen

Mithilfe dieser Aufstellung kannst du aus deiner aktuellen 5-Kilometer-Zeit eine realistische Prognose für dein Halbmarathon-Zeitziel errechnen. Wir geben dir hier außerdem – angepasst auf deine 5-Kilometer-Zeit – eine Vorgehensweise für deine Rennvorbereitung und die notwendige Durchschnittszeit pro Kilometer für den Wettkampf:

Du läufst 5 Kilometer in 35 Minuten

Deine Zielzeit beträgt 2:30 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 7:06 Minuten/Kilometer. Dafür solltest du folgende Einheiten laufen:

  • Drei Einheiten pro Woche, Zeitaufwand: 1:50 bis 2:50 Stunden
  • Wichtigste Laufeinheit: Ein langsamer, langer Lauf, beginnend mit 1:00 Stunde Dauer und dann wöchentlich ausgebaut bis auf 2:00 Stunden
  • Ansonsten: ruhige und lockere Dauerläufe à 30 bis 50 Minuten Dauer.

Du läufst 5 Kilometer in 30 Minuten

Deine Zielzeit beträgt 2:15 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 6:22 Minuten/Kilometer. Dafür solltest du folgende Einheiten laufen:

  • Drei Einheiten pro Woche, Zeitaufwand: 2:00 bis 3:00 Stunden
  • Ein langsamer, langer Lauf, beginnend mit 1:15 Stunden Dauer und dann wöchentlich ausgebaut bis auf 2:00 Stunden
  • Ein zügiger Dauerlauf über 30 bis 60 Minuten im angestrebten Halbmarathon-Renntempo
  • Ansonsten: ruhige und lockere Dauerläufe von 40 bis 60 Minuten Dauer.

Du läufst 5 Kilometer in 25 Minuten

Dein Zeitziel beträgt 1:50 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 5:12 Minuten/Kilometer. Hierfür sind folgende Einheiten essentiell:

  • Vier bis fünf Einheiten pro Woche, Zeitaufwand: 3:05 bis 4:40 Stunden
  • Ein langsamer Lauf, beginnend mit 1:20 Stunden Dauer und dann wöchentlich ausgebaut bis auf 2:00 Stunden
  • Ein zügiger Dauerlauf über 40 bis 60 Minuten im Halbmarathon-Renntempo
  • Ansonsten: ruhige Dauerläufe von 40 bis 75 Minuten Dauer.

Du läufst 5 Kilometer in 20 Minuten

Dein Zeitziel beträgt 1:30 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 4:15 Minuten/Kilometer. Dafür solltest du sechs Einheiten pro Woche mit einem Zeitaufwand von insgesamt 5:15 bis 6:15 Stunden einplanen:

  • Ein zügiger Dauerlauf über 20 bis 40 Minuten im angestrebten Halbmarathon-Renntempo
  • Einmal wöchentlich Tempoläufe: 6 bis 8 x 800 Meter in 3:05 Minuten (mit 2 Minuten Trabpause).
  • Ein langsamer, langer Lauf, beginnend mit 1:20 Stunden und dann wöchentlich ausgebaut bis auf 2:00 Stunden
  • Ansonsten: lockere Dauerläufe von 45 bis 80 Minuten Dauer.

Halbmarathon Zielzeit aus der 10-km-Zeit berechnen

Mit Hilfe dieser Aufstellung kannst du auch aus deiner aktuellen 10-Kilometer-Zeit ein realistisches Halbmarathon-Zeitziel errechnen.

Du läufst 10 Kilometer in 60 Minuten

Deine Zielzeit beträgt 2:05 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 5:55 Minuten/Kilometer. Vier Einheiten pro Woche sind dafür notwendig. Der Zeitaufwand beträgt etwa 2:35 bis 4:25 Stunden pro Woche.

  • Ein langsamer, langer Lauf, beginnend mit einer Stunde Dauer und wird dann wöchentlich ausgebaut bis auf zwei Stunden
  • Ein zügiger Dauerlauf über 40 bis 70 Minuten im Halbmarathon-Renntempo
  • Ansonsten: ruhige und lockere Dauerläufe à 30 bis 50 Minuten Dauer

Du läufst 10 Kilometer in 50 Minuten

Deine Zielzeit beträgt 1:45 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 4:58 Minuten/Kilometer. Dafür solltest du folgende Einheiten einplanen:

  • Vier bis fünf Einheiten pro Woche, Zeitaufwand: 3:15 bis 4:50 Stunden
  • Ein langsamer, langer Lauf, beginnend mit 1:20 Stunden Dauer und dann wöchentlich ausgebaut bis auf 2:00 Stunden
  • Ein zügiger Dauerlauf über 40 bis 60 Minuten im angestrebten Halbmarathon-Renntempo
  • Ansonsten: ruhige und lockere Dauerläufe von 45 bis 75 Minuten Dauer

Du läufst 10 Kilometer in 40 Minuten

Dein Zeitziel beträgt 1:25 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 4:02 Minuten/Kilometer. Dafür solltest du folgende Einheiten laufen:

  • Sechs bis sieben Einheiten pro Woche, Zeitaufwand: 6:15 bis 7:40 Stunden
  • Ein zügiger Dauerlauf über 5 bis 8 Kilometer im angestrebten Halbmarathon-Renntempo
  • Einmal wöchentlich Tempoläufe: 6 bis 8 x 800 Meter in 2:50 Minuten (mit 2 Minuten Trabpause)
  • Ein langsamer, langer Lauf von 1:30 bis 2:00 Stunden Dauer
  • Ansonsten: lockere Dauerläufe von 45 bis 80 Minuten Dauer

Du läufst 10 Kilometer in 35 Minuten

Dein Zeitziel beträgt 1:15 Stunden bei einem Halbmarathon-Renntempo von 3:32 Minuten/Kilometer. Sechs bis sieben Einheiten pro Woche mit einem Zeitaufwand von 7:20 bis 9 Stunden solltest du hierfür einplanen:

  • Ein zügiger Dauerlauf über 6 bis 10 Kilometer im angestrebten Halbmarathon-Renntempo
  • Einmal wöchentlich Tempoläufe: 7 bis 10 x 800 Meter in 2:35 Minuten (mit 2 Minuten Trabpause)
  • Ein langsamer, langer Lauf von 1:40 bis 2:00 Stunden Dauer.
  • Ansonsten: lockere Dauerläufe von 40 bis 90 Minuten Dauer.

Erklärungen:

  • HFmax = maximale Herzfrequenz
  • langsamer Lauf = 70 bis 75 % der HFmax
  • ruhiger DL = 75 % der HFmax
  • lockerer DL = 80 % der HFmax
  • zügiger DL = 85 bis 88 % der HFmax

Welche Pace du für bestimmte Zielzeiten brauchst

Die Theorie steht also. Aber welche Pace sollte dafür jetzt am Wettkampftag durchgängig auf deiner Laufuhr stehen? Hier sind noch einmal die wichtigsten Richtwerte:

  • Zielzeit unter 2:00 Stunden: Um die 2-Stunden-Marke zu knacken, musst du eine Pace von 5:41 min/km laufen.
  • Zielzeit unter 1:45 Stunden: Hierfür ist ein konstantes Tempo von 4:58 min/km nötig.
  • Zielzeit unter 1:30 Stunden: Für diese ambitionierte Marke musst du jeden Kilometer in 4:15 min/km absolvieren.

Um dir die Orientierung zu erleichtern, sind hier alle Richtwerte beim Halbmarathon in einer Tabelle zusammengefasst – basierend auf einem gleichmäßigen Tempo:

Du möchtest den Halbmarathon lieber nach der Renneinteilung nach der 51-49-Taktik laufen? Das bedeutet: Für die erste Hälfte des Rennens planst du 51 Prozent der angestrebten Zielzeit ein. Zur Mitte des Rennens ziehst du das Tempo kontrolliert an, um die zweite Hälfte in nur 49 Prozent der gewünschten Zielzeit zu laufen. Hier findest du eine ausführliche Tabelle, welche Pace du zu welchem Zeitpunkt laufen solltest.

Pace-Rechner und Tools – wie sinnvoll sind sie?

Digitale Tools sind natürlich sinnvoll, da du dich auf die mathematischen Fähigkeiten verlassen kannst. Wenn du versuchst, unter Belastung eine Pace auf Zwischenzeiten für Kilometer 5, 10 und 15 hochzurechnen, kannst du dich schnell verzetteln. Ein gutes Tool errechnet dir nicht nur das Wettkampftempo, sondern leitet davon auch direkt deine Trainingsgeschwindigkeiten ab. Es sagt dir also, wie langsam dein regenerativer Dauerlauf sein muss und wie schnell die Intervalle sein sollten. Das schützt dich vor dem Trainingsfehler, den langsamen Lauf zu schnell und den schnellen Lauf zu langsam zu absolvieren.

Deine Trainingsbereiche und Intervallzeiten kannst du beispielsweise mit diesen Rechnern bestimmen:

Das Problem dabei ist jedoch, dass ein Zielzeitrechner immer von perfekten Laborbedingungen ausgeht. Also kühles Wetter, kein Wind, keine Steigungen und ein ausgeruhter Zustand. Nutze deshalb auch deine Herzfrequenz! Sie reagiert sofort auf Hitze, Steigungen oder die Tagesform. Höre dahier immer auch auf dein Gefühl und reduziere die Tempovorgaben, wenn du merkst, dass die Bedingungen nicht optimal sind oder dein Körper auf einmal mehr Energie für dasselbe Tempo braucht.

Typische Fehler bei der Zielzeitplanung

Wenn es um die passende Zielzeit für deinen Halbmarathon geht, sollten dir möglichst keine Fehler unterlaufen. Vor allem, wenn du ein konkretes Zeitziel verfolgst oder deine Halbmarathon-Bestzeit verbessern möchtest, solltest du bei der Planung sehr sorgfältig vorgehen. Vermeide deshalb diese drei typischen Fehler:

1

Wunschdenken

2

Alte Bestzeiten

3

Kurze Distanzen überschätzen

So planst du dein Halbmarathon-Renntempo richtig

Wichtig ist, dass du deinen Plan und deine Zielzeit kennst und dich daran hältst. Dabei ist es egal, ob du dich für ein konstantes Tempo oder die Renntaktik Negative Splits entschieden hast: Schreibe dir deine Zwischenzeiten für Kilometer 5, 10 und 15 auf den Unterarm oder nutze ein passendes Pace-Armband. Vor allem auf den ersten Kilometern ist die Versuchung groß, sich von der Euphorie im Startfeld oder dem Tempo anderer Läuferinnen und Läufer mitreißen zu lassen. Bleibe trotzdem bei deinem Plan. Ein zu schneller Beginn kostet dich später meistens deutlich mehr Zeit, als du am Anfang rausholen kannst.

Es gibt jedoch ein wichtiges Aber: Die berechnete Ziel-Pace gilt nur unter vergleichbaren Bedingungen wie im Training. Hab deshalb keine Angst, dein Renntempo anzupassen. Orientiere dich im Zweifel zusätzlich an deinem Belastungsempfinden oder deiner Herzfrequenz, statt ausschließlich auf die Pace zu schauen. Wenn du dich nach den ersten 15 Kilometern noch gut fühlst, spricht nichts dagegen, das Tempo leicht zu erhöhen und zum Schluss noch einen Sprint hinzulegen.

FAQ: Halbmarathon-Zielzeit berechnen

Fazit