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Der große Triathlon-Guide für Einsteiger
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Schnell, stabil und bequem Triathlonschuhe für den perfekten Lauf

Für die dritte Disziplin des Triathlons sollten die Schuhe so manch besondere Anforderung erfüllen. Wir zeigen, welche – und geben Tipps.

Triathlonschuhe sollen im Wesentlichen denselben Nutzen bringen wie „normale" Laufschuhe. Doch einige Eigenarten besitzen die Modelle, die im zweiten Wechselbeutel landen und Triathleten nach dem Radfahren über die dritte Teilstrecke bis ins Ziel bringen sollen. Wir zeigen, worauf es beim Kauf von Triathlonschuhen zu achten gilt und stellen einige der aktuell beliebtesten Modelle vor.

In der Wechselzone muss es schnell gehen

Den ersten und einzig messbaren Vorteil spezieller Triathlonschuhe stellt das Schnürsystem dar. Viele Hersteller setzen mit immer mehr Modellen auf eine Schnürung per Drehverschluss. Der im Laufsport bekannteste Verschluss ist der BOA-Drehverschluss, der oftmals schon als Synonym für Drehverschlüsse benutzt wird. Auch viele reine „Laufschuhe" werden mittlerweile mit einer einfachen Drehbewegung verschlossen und fest geschnürt. Das gilt neben Straßenschuhen besonders auch für einige Trailmodelle. Im Triathlon bringt der Drehverschluss vor allem eine nicht zu leugnende Zeitersparnis in der zweiten Wechselzone. Hineingeschlüpft, zugedreht, fertig!

In der zweiten - wie auch natürlich in der ersten - Wechselzone muss es schnell gehen. Triathleten sind oft sehr detailverliebt und versuchen, jede Sekunde an möglicher Zeitersparnis auszureizen. Daher ist ein Drehverschluss ideal. Auch für zittrig-nervöse oder koordinativ nach dem Radfahren nicht mehr ganz so geschickte Finger stellt ein Drehverschluss einen Vorteil dar. Alternativ dazu haben sich über viele Jahre Schnell-Schnürsysteme mit Zipper etabliert. Ob man seine Laufschuhe mit Drehverschluss möchte oder sie einfach mit neuen Schnürsenkeln ausstatten möchte, bleibt letztendlich eine Geschmackssache. Einen etwas einfacher sowie gleichmäßiger verteilten Druck über den Spann ermöglichen Drehverschlüsse.

Drainage und nahtlose Verarbeitung

Seit Jahren die Hauptmerkmale spezieller Triathlonschuhe sind Drainagen und eine nahtlose Verarbeitung des Innenfutters. Drainagen ermöglich durch Öffnungen der Sohle ein Ablaufen von Wasser, das sich während des Rennens im Schuh sammeln kann. Möglichst trockenen Fußes über die Ziellinie zu kommen, senkt die Blasengefahr und erhöht das Wohlgefühl. Dennoch setzen mittlerweile viele Triathleten auf herkömmliche Sohlen ohne Drainagen. Klassische Triathlonschuhe sind immer weniger auf den Strecken zu sehen und das mehr, je länger die Renndistanz. Eine nahtlose Verarbeitung spielt meistens nur über Sprint-Distanzen oder bei Elite-Athleten wie etwa in der World Triathlon Series eine Rolle, da hier beim Wechsel jede Sekunde entscheidet und auf Socken verzichtet wird. Freizeit-Triathleten, aber auch Profis auf längeren Distanzen nehmen sich in aller Regel spätestens nach dem Radfahren die Zeit, um sich Laufsocken anzuziehen und damit den Komfort auf den abschließenden bis zu 42,195 Kilometern ungemein zu erhöhen.

Triathlonschuhe sind Wettkampfschuhe

Wie es der Name unschwer vermuten lässt, sind Triathlonschuhe für Triathlons gedacht – das bedeutet für den Wettkampftag. Eine klassische Einteilung, wie man sie von Laufschuhen kennt, gibt es hier nicht. Triathlonschuhe sollen mehr oder weniger alle die Eigenschaft eines schnellen, leichten, direkten Schuhs erfüllen und nur so viel Komfort wie nötig bieten. Daher ist je nach Ambitionen und Anforderungen die Wahl eines leichten Schuhs zu empfehlen. Profis wie Jan Frodeno, Sebastian Kienle oder Patrick Lange verzichten auch über Langdistanzen auf ein hohes Maß an Dämpfung. Allerdings spielt das Renntempo - bei Langdistanzen an der Weltspitze nicht selten zwischen 3:45 und 4:00 Minuten pro Kilometer - dabei eine große Rolle. Auch die Fitness und Laufökonomie von Weltklasse-Triathleten erlaubt das Tragen leichter, flacher, aggressiver Schuhe auch über 42,195 Kilometer im Triathlon.

Nicht außer Acht gelassen werden sollte bei der Schuhwahl auch die fortgeschrittene Ermüdung im Fuß. Bereits vor dem Laufstart besteht eine gewisse Müdigkeit – sowohl direkt in der Fußmuskulatur als auch in den Muskeln im ganzen Stützapparat. Daher sollten Triathlonschuhe besonders bei Läufern mit Hang zu Verletzungen oder instabilem Fußgewölbe eine ausreichende Stabilität aufweisen. Auch über eine Einlagenversorgung kann nachgedacht werden. Diese ist ohnehin nicht nur bei schwerwiegenden Fehlstellungen zu empfehlen. Dem Fundament allen Erfolgs kann nicht zu viel Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Welche Triathlonschuhe sind die beliebtesten?

Generell kann jeder Laufschuh im Triathlon getragen werden. Ein gutes Gefühl, genügend Komfort und Stabilität sollte der Triathlonschuh mitbringen. Zu empfehlen sind zudem Schnellschnürsysteme wie den BOA-Drehverschluss. Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl von aktuell besonders beliebten und empfehlenswerten Modellen vor.

Nike ZoomX Vaporfly Next%

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Nicht nur bei vielen Top-Läufern die erste Wahl: der Nike Zoom Vaporfly Next%.

Mit dem Nike ZoomX Vaporfly Next%, dem Nachfolger des Zoom Vaporfly 4%, lassen sich auch im Triathlon Rekorde aufstellen – zumindest theoretisch. Gelaufen werden muss trotz Carbon-Unterstützung immer noch selbst. Doch viele, besonders ambitionierte Athleten oder Profis setzen auf diesen Schuh. Beispiel: Das gesamte Podium der Frauen beim Ironman Hawaii 2019 hatte dasselbe Grün an den Füßen. Das beweist, dass der Trend weg von reinen Triathlonschuhen geht und generell alles getragen werden kann. Selbst unter den weltbesten Kurzdistanzlern findet sich der Nike Vaporfly Next%.

Zum ausführlichen Test

Gewicht: 195 Gramm
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 275 Euro

New Balance 1500T2

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New Balance 1500T2

Hier bei Amazon bestellen: New Balance 1500 T2

Die 1500-Serie aus dem Hause New Balance ist bekannt für ihre offensive Ausrichtung. So ziert etwa der New Balance 1500v6 die Strecke bei vielen Triathlons. Der 1500T2 bietet sich noch besser für diese speziellen Bedürfnisse an. Wie im Namen schon integriert, soll der Boa-Drehverschluss besonders in T2, also beim zweiten Wechsel (Transition), einen Vorteil bringen. In der Mittelsohle sorgt New Balance mit dem REVlite-Material für den nötigen Support während des Laufens.

Gewicht: 249 Gramm
Sprengung: 6 Millimeter
UVP: 130 Euro

Hoka One One Evo Carbon Rocket

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Hoka One One Evo Carbon Rocket

Hier bei Amazon bestellen: Hoka One One Evo Carbon Rocket

Besonders Hoka One One sprang 2019 auf den Zug der Integration von Carbonplatten auf. Neben dem etwas komfortablerem Carbon X richtet sich der Evo Carbon Rocket besonders an Wettkämpfer. So setzte beispielsweise auch der US-Amerikaner Timothy O'Donnell bei seinem Rennen zum Vize-Weltmeister 2019 auf den schnellen Schuh mit verarbeiteter Carbonplatte.

Gewicht: 218 Gramm
Sprengung: 1 Millimeter
UVP: 160 Euro

Adidas Adizero Adios 5

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Adidas Adizero Adios 5

Hier bei Amazon bestellen: Frauenmodell, Männermodell

2017 und 2018 lief Patrick Lange auf Hawaii allen davon. Danach sah man den Doppelweltmeister in Adidas-Laufschuhen. Ob das nun ein oder gutes oder schlechtes Zeichen für die Herzogenauracher ist, nachdem 2019 eher ein gebrauchtes Jahr für Lange war? Mit dem Adizero Adios 5 geht auch der Klassiker in seine nächste Auflage. Wie gewohnt kommt der Adios mit einer weniger aggressiven Sprengung von 9,5 Millimetern und natürlich mit Boost-Mittelsohle. In Größe 42 2/3 bringt der Adidas Adizero Adios 5 relativ leichte 224 Gramm auf die Waage.

Gewicht: 224 Gramm
Sprengung: 9,5 Millimeter
UVP: 149,95 Euro

Asics Gel Noosa Tri 12

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Asics Gel Noosa Tri 12

Direkt bei Asics bestellen: Frauenmodell, Männermodell

Der Klassiker von Asics ist zurück – der Gel Noosa Tri in seiner zwölften Auflage. Als eine Mischung aus Komfort und Unterstützung wird der Laufschuh von Asics bezeichnet. Mit neuen Technologien in der Mittelsohle und besonders im Fersenbereich soll sich der Asics Gel Noosa Tri 12 gegenüber seinen Vorgängern nicht nur aufgrund eines noch auffälligeren Design weiterentwickelt haben.

Gewicht: 205 Gramm (Damen), 250 Gramm (Herren)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 140 Euro

Brooks Hyperion Elite

Brooks Hyperion Elite
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Zum Frühjahr bringt auch Brooks einen komplett neuen Rennschuh auf den Markt. Das Nachfolgemodell des Klassikers Hyperion trägt jetzt den Zusatz "Elite" im Namen und hat mit dem Vorgänger nur noch wenig gemeinsam. Das neue superleichte Zwischensohlenmaterial (DNA ZERO) sorgt in Kombination mit einer ganz neu entwickelten Carbonplatte (Carbon Fiber Propulsion Plate) dafür, dass der Läufer bei jedem Schritt, wie durch eine Feder im Abrollvorgang unterstützt wird. Die Carbonplatte soll helfen, Energie zu sparen und den natürlichen Bewegungsablauf auch dann beizubehalten, wenn die Ermüdung einsetzt.

Gewicht: 195 Gramm
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 250 Euro (erhältlich ab 1. März nur bei ausgewählten Händlern)

On Cloudflash

Hersteller

Hier bei Amazon bestellen: Frauenmodell, Männermodell

Das absolute Wettkampf-Modell des Herstellers aus der Schweiz ist der On Cloudflash. Mit 211 Gramm und flachen fünf Millimetern Sprengung zeigt sich schnell die Ausrichtung des Cloudflash. Auch Triathleten spricht der Laufschuh damit an. Wer etwas mehr Dämpfung sucht, wird mit dem Cloudflash einen zu direkten Schuh finden.

Gewicht: 211 Gramm
Sprengung: 5 Millimeter
UVP: 189,95 Euro

Salming Race 6

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Der Salming Race 6 steht mit fünf Millimetern Sprengung für ein direktes Laufgefühl.

Hier bei Amazon bestellen: Frauenmodell, Männermodell

Typisch für Schuhe aus dem Hause Salming ist eine Sprengung von fünf Millimetern. Damit steht der Fuß sehr flach im Schuh und fördert einen natürlicheren Laufstil, als das mit dicken, stark gestützten Mittelsohlen der Fall ist. Dennoch sollte das Laufen im Salming Race 6 (hier das Frauenmodell) gewohnt sein. Der Race 6 ist eher Triathleten zu empfehlen, die auf dem Vor- oder Mittelfuß aufsetzen.

Gewicht: 180 Gramm
Sprengung: 5 mm
UVP: 119 Euro

Asics Gel-451

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Eines der ersten BOA-Modelle von Asics ist der Gel-451.

Direkt bei Asics bestellen: Frauenmodell (39 Euro statt 130 Euro), Männermodell (65 Euro statt 130 Euro)

Für schnelle Triathlons über die olympische Distanz – das schreibt Asics über ihren Gel-451. Viel in der Laufszene, aber auch bei Triathlons auf der Strecke sieht man eines der ersten Boa-Modelle aus dem Hause Asics inzwischen. Der Gel-451 ist ein schneller, direkter Wettkämpfer mit sechs Millimetern Sprengung.

Gewicht: 185 Gramm
Sprengung: 6 Millimeter
UVP: 130 Euro

Asics Dynamis 2

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Die Dynamik schon im Namen hat der Dynamis 2 von Asics.

Direkt bei Asics bestellen: Frauenmodell (89,60 Euro statt 160 Euro), Männermodell (Vorgänger, 95,20 Euro statt 170 Euro)

Zwei Millimeter mehr an Höhenunterschied zwischen Vorfuß und Ferse bietet der Dynamis 2. Dabei bringt der Dynamis 2 auch etwas mehr an Stabilität mit sich – was sich wiederum in einem höheren Gewicht spiegelt. Dennoch dürfte dies ein guter Mittelweg zwischen leichtem und stabilem Triathlonschuh darstellen.

Gewicht: 271 Gramm
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 160 Euro

Fazit: Die individuellen Bedürfnisse müssen abgedeckt werden

Den perfekten Triathlonschuh gibt es genauso wenig wie den perfekten Marathonschuh oder Laufschuh im Allgemeinen. Jeder Fuß ist individuell unterschiedlich. Berücksichtigt sollte bei der Auswahl auf jeden Fall ein nötiges Maß an Komfort und Stabilität werden. Im reinen Marathonlauf ermüden die Füße gegen Ende der Strecke auch immer mehr, was leichte Fehlstellungen präsenter werden lassen kann. Im Triathlon spielt das schon vergleichsweise früher eine Rolle. Wenn Sie etwa bei einer Mitteldistanz nach 90 Kilometern Radfahren absteigen und noch einen Halbmarathon vor sich haben, sind Ihre Füße auf diesen 21,0975 Kilometern auch nicht wesentlich erholter als auf den zweiten 21,0975 Kilometern eines Marathons.

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