Beim Triathlon muss es schnell gehen. An die Laufschuhe gelten dabei besondere Anforderungen. Wir zeigen, worauf es bei der Auswahl von Triathlonschuhen zu achten ist und stellen die aktuell besten und beliebtesten Modelle vor.
Unterscheiden sich Triathlonschuhe von anderen Laufschuhen?
Wie es der Name unschwer vermuten lässt, sind Triathlonschuhe für Triathlons gedacht – das bedeutet für den Wettkampftag. Triathlonschuhe sollen folglich mehr oder weniger all die Eigenschaften eines schnellen Schuhs erfüllen. Während frühere Wettkampfmodelle, die auch die meisten Triathletinnen und Triathleten genutzt haben, möglichst direkt waren, liegt der Fokus heute gerade auf den längeren Distanzen auf der reaktiven Dämpfung. In Kombination mit einer Carbonplatte beziehungsweise Carbonelementen in der Mittelsohle bieten Wettkampfschuhe inzwischen ein hohes Maß an Komfort und Vortrieb.
Nicht außer Acht gelassen werden sollte bei der Triathlonschuhwahl die fortgeschrittene Ermüdung im Fuß während des Wettkampfs. Schließlich besteht bereits vor dem Laufstart eine gewisse Müdigkeit – sowohl direkt in der Fußmuskulatur als auch in den Muskeln im ganzen Stützapparat. Daher sollten Triathlonschuhe besonders bei Läuferinnen und Läufern mit Hang zu Verletzungen oder instabilem Fußgewölbe eine ausreichende Stabilität aufweisen.
Schnürsysteme für schnelle Wechsel
Früher hatten spezielle Triathlonschuhe oft ein besonderes Schnellschnürsystemen oder einen BOA-verschlusssystem. Unter den aktuellen Rennmodellen hat sich die klassische Schnürung mit Senkeln wieder durchgesetzt. Eine Alternative fürs schnelle Anziehen und Fixieren sind Schnell-Schnürsysteme mit elastischen Senkeln, die man nachrüsten kann, indem man sie mit den Standard-Schnürsenkeln tauscht.
Diese Modelle haben uns besonders überzeugt
🏆 Aggressiver High-Speed: Asics Metaspeed Sky Tokyo (Unisexmodell). Der Metaspeed Sky Tokyo bietet maximale Reaktivität, entfaltet seine volle Stabilität und Dynamik aber erst bei sehr hohem Tempo.
🏆 Reaktiv und voller Power: Hoka Cielo X1 3.0 (Unisexmodell). Maximale Energierückgabe und dynamischer Vortrieb – der Cielo X1 ist eine High-Speed-Spezialist für Wettkämpfe und liefert durch seine aggressive Carbonfaserplatte und innovative Rocker-Geometrie puren Speed.
🏆 Tempo ohne Carbon: True Motion U-Tech Solo 2 (Männermodell oder Frauenmodell). Der U-Tech Solo 2 bietet durch seine U-Tech-Konstruktion und den Stickstoff-Schaum eine stabile, reaktive Alternative zu Carbonschuhen.
Aktuelle Triathlon-Wettkampfschuhe im Test
Diese Modelle sind wie gemacht für schnelles Laufen im Training und vor allem im Wettkampf.
Worauf sollte ich beim Kauf von Triathlonschuhen achten?
Laufen ist die dritte Disziplin im Triathlon: Daher gehst du mit leichter Ermüdung im Körper und in den Beinen auf die Laufstrecke. Das spricht für mehr Komfort und Stabilität der Laufschuhe. Und: Gerade als Anfängerin oder als Anfänger im Triathlon läufst du im Triathlon den Lauf deutlich langsamer als in einem Einzel-Wettkampf, sei es über 5 km, 10 km oder Halbmrathon. Ein (zu) leichter Wettkampfschuh bringt dir dabei wenig Vorteil. Die fehlenede Stabilität kann aber einen größeren Nachteil bedeuten.
Traditionell verfügten klassische Triathlonschuhe über Drainagen und eine nahtlose Verarbeitung des Innenfutters. Die Drainage lässt das in den Schuh gelaufene Wasser entweichen. Die Drainage-Öffnungen in der Sohle ermöglichen das Ablaufen des Wassers, das sich während des Rennens im Schuh sammeln kann: Gerade beim Triathlon als letzter Disziplin wird der Körper mit Wasser gekühlt. Es wird über Kopf und Körper geschüttet - und fließt dann auch in die Schuhe. Möglichst trockenen Fußes über die Ziellinie zu kommen, senkt die Blasengefahr und erhöht das Wohlgefühl. Dennoch setzen mittlerweile nahezu alle Triathletinnen und Triathleten auf herkömmliche Wettkampfschuhe mit Sohlen ohne Drainagen: Die Mesh-Obermaterialien sind mittlerweile so durchlässig, dass beim Laufen das Wasser seitlich aus dem Schuh gedrückt wird.
Wichtig ist die nahtlose Verarbeitung des Obermaterials. Dies spielt besonders über Sprint-Distanzen oder bei Elite-Athleten wie etwa in der World Triathlon Series (WTS) eine Rolle, da hier beim Wechsel jede Sekunde entscheidet und auf Socken verzichtet wird. Freizeit-Triathleten und Hobby-Triathletinnen, aber auch Profis auf längeren Distanzen nehmen sich in aller Regel spätestens nach dem Radfahren die Zeit, um sich Laufsocken anzuziehen und damit den Komfort auf den abschließenden bis zu 42,195 Kilometern zu erhöhen. Zudem bieten inzwischen fast alle hochwertigen Laufschuhe eine nahtlose oder nahtarme und äußerst reibungsarme und komfortable „Innenausstattung“.
Weitere Fragen zu Triathlon-Schuhen
Das Weglassen der Socken spart in der Wechselzone wertvolle Sekunden, da das mühsame Anziehen mit nassen Füßen entfällt. Dies kann gerade bei kurzen Triathlons entscheidend sein. Dies ist möglich, da viele Laufschuhe im Inneren komplett oder nahezu nahtlos verarbeitet sind, um Reibung und Blasenbildung auf nackter Haut zu verhindern.
Ja, sie können problemlos im Training genutzt werden, insbesondere für Intervalle oder Tempodauerläufe. Allerdings ist ihre Lebensdauer meist gering. Somit sind beispielsweise für lange, ruhige Läufe normale Laufschuhe in den allermeisten Fällen die bessere Wahl.
Frauenmodelle sind an die weibliche Anatomie angepasst und daher im Fersen- und Mittelfußbereich schmaler geschnitten als die breiteren Männermodelle. Zudem berücksichtigen sie das meist geringere Körpergewicht von Frauen durch eine nicht selten flexiblere Zwischensohle und eine teils minimal weichere Dämpfung. Einige Hersteller setzen jedoch gerade bei Wettkampfschuhe auf Unisex-Modelle.












